Corona Update zum 3.4.2020

Nun ist die ganze Welt angesteckt!

Wir sind in der 4. Stufe angekommen:

1. Stufe: Zunächst hatte China dieses Problem mit dieser unglaublichen Epidemie im eigenen Land. Da lehnten wir uns noch zurück und wussten alles besser.

2. Stufe: Nun zeigte sich in Italien, wozu die Kommunikation mit kapitalistischen Kommunisten im eigenen, geschwächten Land führen kann und schließlich kamen die vielen europäischen Reisenden aus Ischgl und dem Grand Est mit dem italienischen Virus zurück.

3. Stufe: Die Amerikaner erleben nun, was es bedeutet, wenn man gelassen nach Osten und nach Westen schaut.

4. Stufe: Wir warten nun geduldig ab, was in Afrika passiert! Denn wir haben weltweit ein großes Problem mit der Lieferung von Schutzmasken.

Wir diskutieren über Masken, die die globale Welt nicht zur Verfügung stellen kann, verzweifeln, weil wir Angst haben, dass der Tod ungefragt in unsere Familien kommt und weil wir fürchten, dass unser Geld und unser Besitz verloren gehen könnten.

Aber, wir sind in Deutschland mit unserem medizinischen System sehr gut ausgestattet und können uns glücklich schätzen, dass die Bürger und die Arbeitgeber wirtschaftlich vom Staat soweit möglich unterstützt werden.

Fakt ist: Die Sicherheits-Maßnahmen ab dem 12.3.2020 waren richtig, sonst wäre es ganz besonders für alte Menschen schlimmer gekommen. Andererseits könnten wir mit weniger Vorsicht nun besser in der Lage sein, durch eine größerer Anzahl immunisierter Menschen schneller und besser in den Krankenhäusern und Pflegeheimen zu helfen. Die Wirtschaft könnte beruhigter wieder in die gewohnten Bahnen zurückgeführt werden.

Trotz aller Sicherheits-Maßnahmen stiegen die Zahlen in Deutschland und in Italien stark an:

Zeitpunkt Land Erkrankte Todesfälle Anstieg Erkrankte Anstieg Todesfälle
1.3.2020 Deutschland 57 0 Baseline Baseline
31.3.2020 Deutschland 62000 582 1100x 582x
9.4.2020 Deutschland 108202 2107 1898x 2107x
1.3.2020 Italien 1182 29 Baseline Baseline
31.3.2020 Italien 102000 11600 90x 400x
9.4.2020 Italien 139422 17996 124x 609x

Das bedeutet in Deutschland eine deutlichere Erhöhung der Fallzahlen positiv getesteter Patienten, während es in Italien nur eine im Verhältnis niedrigere Erhöhung seit dem 01.3.2020 gab. Bei den Todesfällen verstarb bis 31.3.2020 in Deutschland jeder 106. Erkrankte und in Italien jeder 9. Patient. Bis 9.4.2020 vervierfachte sich die Anzahl Verstorbener in Deutschland, während sich in Italien wegen des früheren Beginns „nur“ eine Verdopplung ergab.

Einschränkend muss gesagt werden, dass die Menge der Testungen im Allgemeinen nicht bekannt ist.

Die extremen Unterschiede, die wir noch nicht erklären können. Aber es gibt Vermutungen, die in nächster Zukunft bestätigt werden könnten.


Was haben die Maßnahmen also genutzt?

Wie kann es sein, dass sowohl der Leiter des RKI Wieler und der Gesundheitsminister am 3.04.2020 verlauten ließen, dass wir jetzt nach 3 Wochen massiver Maßnahmen und einem beispiellosen, selbst auferlegten Wirtschaftsabbruch erst am Anfang der Epidemie stünden?

Was wollen uns die Bundeskanzlerin, die Politiker und Wissenschaftler mit der Durchhalteparole sagen?

Wir sollen uns auf etwas einstimmen, was es so noch niemals gab, weltweit!

Niemand weiß im Moment, wie sich die Situation weiter entwickelt!

Wir können aber vermuten, dass die unterschiedlichen Beobachtungen und Entwicklungen in verschiedenen Ländern einfach mit den Ländern und Gesellschaften selbst zusammen hängen.

Warum z.B. haben wir die höchste Dichte an Intensivstationen?

Auch deshalb, weil wir im Gegensatz zu Holland oder England jeden alten Menschen bis zu allerletzt am Leben halten wollen und weil unser Gesundheitssystem mit seiner Art von „luxuriöser“ Krankenhausfinanzierung zwar zur Kürzung der Gelder bei Ärzten und Pflegepersonal geführt hat, dagegen aber entsprechende Ressourcen u.a. für Beatmungstherapien vorhanden sind. Ich glaube, das ist aber nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Unsere Systeme sind zu kompliziert und vielfältig, in Deutschland, Europa und der Welt.


Corona Fälle in unserer Praxis:

In unserer Praxis gab es weiterhin nur die 2 Fälle von vor 2 Wochen. Wir haben keine strengen Maßnahmen eingeführt, da wir die Patienten gut trennen können und vor allem die einzelnen Personen umsichtig Abstand halten und einzeln ohne Kontakt zu anderen Patienten behandelt werden.

Erst am 1.4. 2020 hörte ich erstmals von einem Bewohner in einem Seniorenheim, der von einer Pflegerin angesteckt wurde. Sie scheint die Quelle gewesen zu sein. Dieser Patient starb und viele Mitarbeiter und Bewohner wurden angesteckt. Das ist der Gau in einer solchen Institution! Ein weiterer, 2. Todesfall wurde am 4.4.2020 gemeldet.

Grundsätzlich haben die meisten Patienten, die getestet werden möchten, große Angst.

Das hat nichts mit Alter, Intelligenz, sozialem Status oder mit Kenntnissen zu tun.


Die Verbreitung von Angst:

Ausgesprochen schlimm ist die Angst, die alleine durch dauerhaftes und kopfloses „INFOTAINMENT“ über Fernsehen, Internet und Zeitungen verbreitet wird. Davon ausgenommen sind auch nicht ZDF und ARD!

Auch hier wird massiv Angst verbreitet, was nicht die Aufgabe von klugen Köpfen sein sollte.

Hunderttausende von Todesfällen wird es weder in Europa noch in den USA geben und die Influenzalüge ist jetzt aufgedeckt worden: Angeblich sollen jedes Jahr 20 000 Todesfälle durch Influenza zu beklagen sein.

Aber…
… das RKI schrieb, dass es offiziell 161 Todesfälle in dieser Grippesaison 2019/2020 gab bei bis zu maximal 2,3 Millionen Arztbesuchen und 11 000 Krankenhauseinweisungen. Bei der schweren Influenzaepidemie 2017/2018 zeigten sich folgende Zahlen: Rund 1 700 Todesfälle, 9 Millionen Arztbesuche und 29 000 Krankenhauseinweisungen. Letzteres bedeutet aber nicht, dass die Patienten tatsächlich „krankenhausreif“ sein mussten, sondern, dass der Arzt und die Angehörigen häufig „sicherheitshalber“ Patienten einweisen, auch weil man Angst hat, der Krankheitsverlauf könnte sich verschlechtern.

Katastrophal unterschiedlich sind natürlich die Erfahrungen, die Intensivpflegepersonal und -Ärzte einerseits und „informierte Laien“ andererseits machen.

Niemand sollte aber einer bestimmten Gruppe Vorwürfe machen, da bisher niemand Erfahrungen mit einer solchen Situation wie wir sie gerade erleben, machen konnte.


Gut ist:

Es ist günstig, dass es in Europa unterschiedliche Vorgehensweisen gibt, wobei der Kontrast

zwischen Italien und Schweden nicht größer sein kann.

Die meisten Menschen werden mit diesem Virus kein Problem bekommen.

Wir können froh sein, dass wir die Freiheit haben – auch durch die finanziellen Möglichkeiten – so zu handeln, wie es vernünftig ist. Aber angstbesetzte Reaktionen und Verordnungen sollten auf ihren Effekt jetzt überprüft und geändert werden.


Ausblick:

Aus meiner Sicht wird es wegen der erhöhten Testungen noch diese Woche (30.3.-5.4.2020) zu einer Steigerung der Fallzahlen und der Todesfälle kommen. Dann wird sich ein Gleichgewicht einstellen und wir können die nächsten Monate vor allem die älteren Menschen schützen. Währenddessen werden die Bluttests kommen und die Therapiemöglichkeiten zu einem festen Bestandteil werden, so dass auch dort besser mit schwerer erkrankten Patienten umgegangen werden kann.

Die Medien werden sich leider weiterhin anstrengen, auch jedes kleine Thema zum Anlass für Angst und Verzweiflung aufzubauschen!

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Grundsätzlich vergeben wir Termine telefonisch unter 06241/58437 oder via Praxis-E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an folgenden Tagen und Uhrzeiten:

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag
von 8.00 Uhr – 16.00 Uhr


Darüber hinaus biete ich Telefonsprechstunden
montags und freitags
von 11.00 – 13.00 Uhr an.


Selbstverständlich können Sie mich auch über meine persönliche E-Mail Adresse
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren. In der Regel antworte ich sehr zeitnah. 


Zusätzlich ist Frau Bingenheimer
Ihre Ansprechpartnerin montags ...
von 8:30 – 17:00 Uhr

... und Frau Gramminger freitags
von 9:00 – 12:00 Uhr

Sie nehmen auch an diesen beiden Tagen Terminvereinbarungen auf und treten in dringenden Fällen mit mir in Kontakt.

Zusätzlich stehe ich Ihnen die ganze Woche über Telefon, E-Mail und WhatsApp zur Verfügung. E-Mail Kontaktaufnahme: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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