Corona Update 31.7.2020

 

Inhaltsangabe:

1. Relation von Ansteckungsraten und Todesfällen


2. Corona und unser Umgang mit der Bedrohung Krankheit


3. Soziale Ursachen der Corona Verbreitung


4. Verbreitung des Corona Virus im direkten Umfeld


5. Gibt es eine zweite Corona Welle?


6. Die psychologische Wirkung von Angst


7. Eine wahre Corona Geschichte, Zahlen und Vergleiche


8. Persönliche Schlussfolgerungen aus der Praxis 


9. Unterschiedliche Überzeugungen und Realitäten


10. Corona Anfang und Erfahrungen


11. Impfungen


12. Wirtschaftlicher Schaden durch die Corona Krise

 

1. Relation von Ansteckungsraten und Todesfällen

Allgemeine Situation. Zahlen, die für sich sprechen:
Im „Großraum Worms“ leben rund 80.000 Einwohner. In 4 Monaten gab es hier aufgerundet 250 Corona positiv getestete Menschen, 9 Menschen von ihnen starben. Das sind im Verhältnis 0,31% der hiesigen Bevölkerung, die positiv getestet wurden, von diesen 0,31% starben 4%. Von den 80.000 Einwohnern im Großraum Worms starben also 0,012%.
Wissenschaftler errechneten, dass ohne Lockdown 3 Mal so viele Menschen positiv getestet worden wären, also 750 in Worms mit 27 Todesfällen – in 4 Monaten.

Deutschland hat 83 Millionen Einwohner.

Wir haben rund 220.000 positiv getestete Menschen. Das sind 0,24% der Bevölkerung. 
9.100 Personen sind gestorben. Von 83 Millionen sind das 0,012%. Das sind also ähnliche Zahlen wie in Worms, darauf kann man sich verlassen.

So kann man die Corona-Verbreitung in Japan, Korea oder Schweden einordnen und verstehen, wobei diese Länder den Rückgang der Pandemie ohne massiv einschneidende Maßnahmen erreichten.

Es ist wichtig, zu erkennen, dass es grundsätzlich in jedem Land landestypische charakteristische Bedingungen gibt, die den Verlauf der Corona Pandemie beeinflussen. Deshalb entstehen unterschiedliche Ausprägungen im Verlauf.

 

2. Corona und unser Umgang mit der Bedrohung Krankheit

Was wurde denn aus Afrika?
Hat sich die Corona Pandemie dort so schlimm entwickelt wie von der WHO befürchtet wurde? Nein.

Haben die Amerikaner und die Brasilianer nicht durch Ignoranz der politischen Führer die Spitze der Corona-Pandemie übernommen?

Sind es nicht nach wie vor einfach besondere und individuelle Bedingungen, warum ein Mensch an dieser oder jener Erkrankung leidet (Genetik, Ernährung, Lebensstil, Beruf, Umwelt)?

Ist uns immer noch nicht klar, dass unsere Haut und Schleimhaut mit einer Vielzahl von Mikroben besiedelt ist, durch deren Vorkommen überhaupt erst unsere Existenz möglich ist, wie auch durch das Licht der Sonne und viele andere Faktoren? Wenn wir dieses natürliche Gleichgewicht stören, können wir tatsächlich krank werden und sterben.

Wir werden mit Coronaviren leben, genauso wie mit Influenza oder Masern. Ein anderer Aspekt ist ist die Tatsache, dass wir selbst unter anderem 200.000 Todesfälle pro Jahr verursachen durch den Konsum von Alkohol und Zigaretten – und der Staat durch diese äußerst gesundheitsschädlichen Produkte auch noch Steuereinnahmen gewinnt.

Ich empfehle deshalb: einfach zurück zu mehr Natur, mehr Gleichgewicht, zu einem gesünderen Lebensstil.

 

3. Soziale Ursachen der Corona Verbreitung

Die „massive" Zunahme von Corona Fällen in Deutschland und anderen Ländern kommt nicht durch uns, den gemeinen Bürger, sondern durch die Behandlung von Menschen, die ganz unten in der Wertschöpfungskette stehen – unterbezahlte Arbeiter, die in für uns unwürdigen Unterkünften untergebracht werden. Hier breitet sich das Virus durch Enge und wenig Belüftung extrem aus. Die Medien berichten.

Okay, diese Behandlung von Mitarbeitern trifft für die meisten landwirtschaftlichen Betriebe nicht zu. Aber es gibt schwarze Schafe z.B. in der Fleischindustrie und bei den landwirtschaftlichen, reichen Großbauern, genauso wie bei Altersheimen, feiernden religiösen Gemeinschaften und bei bedenkenlosen Jugendlichen. Diese Gruppen sind nachweislich eine Größe im Verbreiten der Corona Infektion.

Das sollten wir als Ursache der Corona Verbreitung ganz klar sehen und uns nicht durch vage Vermutungen Angst machen lassen.

Apropos Durchseuchung:
In der NZZ (Neue Züricher Zeitung) vom Montag, 3. August 2020, kann man nicht nur lesen, dass in Berlin 20.000 Menschen demonstrierten, sondern dass in einem Slum mit 1 Million Menschen von Mumbai die Coronodurchseuchung bei 57% liegt! Dort wurde fast eine Herdenimmunität erreicht – ohne Impfung wohlgemerkt! Und dabei starben auch noch ungewöhnlich wenig Menschen.

Solche Sachverhalte werfen Fragen auf über den Umgang mit Corona und das verunsichert die Bevölkerung. Was ist richtig? Was ist falsch? Es macht uns verrückt, weil wir nichts mehr glauben können. Und deshalb gibt es so viele Theorien, warum es überhaupt diese Krise gibt.

Die gute Nachricht aber lesen Sie jetzt unter Punkt 4:

 

4. Verbreitung des Corona Virus in unserem direkten Umfeld

Praxissituation:
Noch immer ist es in meiner Praxis bei nur 2 Corona Patienten seit Mitte März 2020 geblieben. Auch durch intensives Nachfragen im beruflichen wie privaten Bereich hörte ich nur von ganz weit entfernten Fällen.

Die 120 Bluttests haben außer bei den beiden tatsächlich Erkrankten keinen weiteren Fall aufgedeckt. Auch 70 Abstriche brachten in keinem Test eine Überraschung – alles NEGATIV!

Aus diesen Gründen sehe ich meine Maßnahmen als an die Situation angepasst bestätigt und kann viele Patienten beruhigen, die große Corona Ängste entwickelt haben.

Allerdings ist eindeutig zu bemerken, dass die emotionalen und seelischen Reaktionen auf die Pandemie sowohl bei Kindern, wie auch vor allem bei Großeltern und teilweise im Pflegeheim, deutlich nachteilig und anhaltend waren.
Vielleicht klingt das übertrieben, aber in noch keiner Zeit in 30 Jahren Praxis gab es so viele psychisch besonders auffällige Menschen bei 20- bis 25-Jährigen. Man könnte sich fragen, ob das Zufall ist?

Und: Fast jeder Patient reagierte entspannt, wenn ich erklärte, wie gering die tatsächliche Gefahr einer Ansteckung im normalen Alltag ist.

 

5. Gibt es eine zweite Corona Welle?

Zum Thema Zweite Welle:
In den Nachrichten und durch Autoritätspersonen wird uns auch nach der „Großdemonstration“ in Berlin mit 20.000 Teilnehmern (?!) vermittelt, dass die 2. Corona-Welle da ist.
Jeder stellt sich natürlich eine Welle so vor, wie eine Welle eben aussieht. So trivial das klingt, so lächerlich ist dieser Vergleich, wenn man bewusst eine flache, wechselhaft verlaufende Linie zu einer Welle umtauft, einer Metapher, mit der wir im Zusammenhang mit Corona die Bedrohung des hilflosen Untertauchens verbinden.

Leider reiht sich dieser unglückliche Vergleich in die vielen andere Manipulationen ein, die der Bevölkerung genauso viel Angst vor Corona wie z.B. vor Masern einjagen. 9.000 Corona-Todesfälle in 4 Monaten (eine Übersterblichkeit lag ungefähr nur 4 Wochen vor, maximal 4% bei uns in Deutschland und 24% in New York) und bei Masern liegen wir in Deutschland inzwischen bei evtl. 1 erkrankten Person alle 2–3 Jahre.

Also, eine Gefahr und eine Welle sehen anders aus!

Auf jeden Fall gilt es, vulnerable, also verletzliche Personen, zu schützen und das kann durch ganz einfach Hygienemaßnahmen erreicht werden: Keine Hände geben, Hände waschen, Abstand halten, Husten und Niesen wenn nötig in die Ellenbeuge, Mundschutz, wenn 1,5–2 Meter Abstand zu anderen Personen nicht einzuhalten sind und wenn man erkältet ist, einen Abstrich machen lassen. Diese Maßnahmen reichen für uns „Normalbürger“ aus. Alles andere sollten diejenigen machen, die Angst haben oder größere Vorsicht walten lassen möchten.

Erst wenn ein Corona Ausbruch tatsächlich wieder in der Art geschieht, dass in einer Praxis 1 oder 2 Fälle pro Woche auftreten, dann gibt man Alarm.

Ansonsten werden Corona Neuinfektionen in den nächsten Monaten und Jahren immer in einer bestimmten Menge (offenbar zwischen 200 und 800 Neuinfektionen pro Tag) auftreten. Die positiv getesteten Personen dürfen sich dann erst einmal in Quarantäne begeben.

 

6. Die psychologische Wirkung von Angst

Autobahn-Vergleich:
Sie fahren auf einer Autobahn mit 20 km/h. Niemand käme auf die Idee, dass das gefährlich werden könnte, jedenfalls nicht für die Insassen dieses Fahrzeuges.
Auch bei 50 oder 100 km/h nicht, könnte man meinen. Tatsächlich kann aber auch das Fahren bei diesen Geschwindigkeiten zu tödlichen Situationen führen. Denn es kommt dabei auf alle Verkehrsteilnehmer im direkten Geschehen an.
Bei 130 km/h fühlen sich die meisten Autofahrer noch recht sicher, ab 160, 180 oder gar über 200 km/h hört für Viele der Spaß auf. Da könnten gefühlt schon schlimme Unfälle passieren. Aber wie realistisch ist das? Wann kann man wirklich von einer Gefahr sprechen? Bei aktuell 3.000 Verkehrstoten pro Jahr.

Genau!

Es kommt auf den Menschen an. Wie viel Angst entwickelt er bei welcher Geschwindigkeit? Recht haben doch alle, die sagen, bei jeder Geschwindigkeit kann etwas passieren. Ja, genau, bei jeder Geschwindigkeit. Niemand könnte es ausschließen, dass ein Unfall passieren kann, sobald man in ein Auto steigt.

Genauso können einen Menschen Tetanus, Masern oder Corona treffen. Nur – derzeit trifft einen Corona viel häufiger. Aber wie stark, weiß niemand. Doch, eigentlich wissen wir das jetzt. Siehe meine Ausführungen unter Punkt 1.

Aber, da die Möglichkeit des Sterbens durch eine Corona Erkrankung generell besteht, wird jedem die Angst davor ganz gegenwärtig präsentiert. Jede Corona Komplikation wird aus dem Repertoire von Geschichten und Gerüchten geholt, um uns Angst zu machen, obwohl andere Gefahren bestehen, die genauso groß bzw. noch bedrohlicher sind.
Die Angst vor dem Genuss von Alkohol und vor den Zigaretten dagegen ist so abgenutzt, dass wir die 200.000 Todesfälle pro Jahr überhaupt nicht mehr wahrnehmen.

 

7. Eine wahre Corona Geschichte, Zahlen und Vergleiche

Einleitung:
Wir sind auf der Suche nach der Wahrheit.

Aber wir finden zu viele Wahrheiten, da uns die Corona Pandemie mit einer sehr große Menge an Tatsachen konfrontiert.

Hinzu kommt, da es neben dem „gesunden“ Menschenverstand, auf den wir vertrauen sollten, noch den „Fach“-verstand gibt, der neben den Fakten die Verbreitung einer Vielzahl von Vermutungen und Prognosen bewirkt hat. Zeitweise wurden die bei der Bevölkerung daraus entstehenden Ängste als Verschwörungstheorien bezeichnet. Der Fachverstand wird von vielen Autoritäten wie Behörden, Firmen und vor allem einflussreichen Menschen für sich proklamiert. Wie soll man da unterscheiden, was der Realität am ehesten entspricht?

Es sind nun 4 Monate vergangen, seit wir in Deutschland aus der entstandenen Unsicherheit und aus Angst dem Lockdown folgten, den viele Länder, allen voran die neue und nun einzige Supermacht China, gegangen sind.

Hauptteil:
Keiner wusste darüber Bescheid, was beim Ausbruch von Corona lief. Also tat man alles, um eine schnellere und heftigere Ausbreitung des Virus zu stoppen. Heute wissen wir, dass ohne konsequente Maßnahmen etwa 2,5- bis 3-fach mehr Menschen an Corona erkrankt oder gestorben wären!

Mehr nicht!? Diesen Faktor hätten wir sicher alle höher eingeschätzt.
Ich rede nicht von Mailand, Madrid, Belgien oder New York. Das sind laute, umweltverschmutzte Regionen.
Ich rede nicht von den USA und Brasilien mit ihren Corona ignoranten Führern. Dennoch, wie hoch sind die Fallzahlen wirklich, trotz der Ignoranz, z.B. auch in Schweden oder England?

Prognose zu Anfang der Epidemie:
Damals orakelte die Süddeutsche Zeitung, es würden bei uns vielleicht 130.000 oder sogar bis zu 350.000 Todesfälle geben. Diese Zahlen beruhten natürlich auf „belastbaren“ Berechnungen hochrangiger Wissenschaftler.

Für Deutschland können wir nun folgende Zahlen nennen:
200.000 positiv getestete Personen, davon 9.000 Todesfälle in 4 Monaten.
Die Positivenrate, die Anzahl der positiv getesteten Menschen im Verhältnis zu den gesamten Testungen, lag bei 0,6%, aktuell bei 1%. Bei 100 Tests gibt es also 1 positives Ergebnis.

Genauso wissen wir, dass in New York 15.000 Kinder unter 21 Jahren positiv getestet wurden. Davon sind 0,1% gestorben, also 15 Kinder. Bei Masern sollen es angeblich mehr sein, weswegen wir eine Impfpflicht NUR für Masern haben. Diese Information ist nicht richtig!

• Vielmehr ist richtig, dass in Afrika 1 Kind von 365 Masernfällen stirbt und bei uns die Zahl zwischen 1:1000 und 1:5000 schwankt, je nach Gesundheitssystem.

Zurück zu Corona:

Deutschland
Wir haben bei uns 200.000 positiv getestete Menschen, wovon ungefähr 20%, das entspricht 40.000 Menschen, die stationär im Krankenhaus aufgenommen wurden. Wir haben mindestens 15.000 Intensivbetten, die im Notfall auf eine Kapazität von 25.000 erhöht werden kann. Von den auf Intensivstationen aufgenommenen Coronafällen starben 25%, also rund 9.000 Personen.

Niemand kann uns aber sagen, wie viele Menschen auf Intensivstationen generell sterben und vor allem woran oder wodurch, um einen Vergleich zu Coronafällen zu haben. Deshalb können wir mit der Todesrate, die angeblich durch Corona ausgelöst wurde, nicht viel anfangen, keine rationalen, vernünftigen Schlüsse ziehen.

Belgien
In anderen Ländern, vor allem in Belgien, war die Corona Positiven- und Sterberate viel höher.
Die Gründe werden wir sicher noch erfahren.

New York, Ischgl, Elsass
Diese drei Regionen wurden als Epizentren bezeichnet. Von dort meldete man über 350.000 positiv getestete Menschen.
Die Menschen, die starben, waren eher farbig, arm und alt und alle hatten Vorerkrankungen. Allerdings lag die hohe Verbreitung des Coronavirus nicht am genetischen Migrationshintergrund, sondern an den Berufen der Infizierten. Diese Menschen arbeiteten eben im „Dienst“-leistungssektor.

Einflussfaktoren für Corona Erkrankungen:

Vulnerable Personen
Wie in den vielen Ländern, die als dominante Sterbegruppe die alten Menschen zeigten, gibt es besondere Gründe für den steilen Anstieg von Erkrankungen und Todesfällen.

Das Spektrum reicht vom • Alter der Menschen, aber auch von Vorerkrankungen wie • Bluthochdruck • Herzerkrankung • Lungenerkrankung • Zuckerkrankheit und • Übergewicht bis hin zu den Auswirkungen der • länderspezifischen Gesundheitssysteme.

Führungsstile
Eine markante Einflussgröße stellen die Charaktereigenschaften der politischen Führungselite dar. Je größer die Corona Ignoranz und Überheblichkeit in Erscheinung trat, um so heftiger zeigten sich die Ausbrüche der Krankheit.

Umweltverschmutzung
Einige Städte oder Länder wurden aber auch deshalb so schwer vom Coronavirus getroffen, weil die Luftverschmutzung bereits ausgesprochen lungentoxisch war.



Menschenansammlungen
Darüber hinaus spielten im Nachgang zum ersten Verbreitungszeitraum • Familienfeiern • Feste • Gemeinschaftsunterkünfte • Altersheime • zu wenig Krankenhäuser und letztlich und merkwürdigerweise die • Fleischereibetriebe eine große Rolle.

Nun pendeln sich bei einer hohen Zahl an Testungen die positiv Getesteten in einem bestimmten Niveau ein. Das dürfte nach dem Ende des Lockdown einfach normal sein und bedeutet nicht, dass eine zweite „Welle“ kommt.
 

8. Persönliche Schlussfolgerungen aus der Praxis

Es gab in der 3. Märzwoche 2 eigene Patienten und 1 Fremdfall (Tochter einer Patientin) in meiner Praxis.
Ansonsten waren keine Patienten oder Patientenangehörige oder Freunde betroffen. Jeder fragte sich, wo denn die vielen positiv getesteten Patienten bleiben, die in den folgenden Wochen „exponentiell“ in die Praxis kommen sollten. Damals gab es noch keine Teststationen, so dass ich die PCR-Tests (Anzahl 27) selbst ausführte.

Als dann der Bluttest zur Verfügung stand, fand ich die 10% falsch positiven IgA-Ergebnisse bei ausschließlich negativen Tests. Auch die Patienten, die meinten, beim oder nach dem Skifahren krank gewesen oder angesteckt worden zu sein, waren alle negativ.

Es fanden sich also keine Corona Patienten in meiner Praxis und ich weiß auch von keiner anderen Praxis in Worms, die direkt positive Fälle hatte oder schließen musste. Auch in den Altersheimen war die Lage entspannt, bevor sie vollkommen geschlossen wurden. Danach durch die psychologischen Auswirkungen der Isolierung leider nicht mehr. Also von 7 Altersheimen traf es 2 (Weinsheim und Osthofen).

Überhaupt ist es vor diesem Hintergrund nicht verständlich, wieso es in manchen Praxen wie „auf dem Mond“ zugeht. Das Personal, sowieso hinter einem Glaskäfig verschanzt, muss nicht nur Mundschutz tragen, sondern wie das ärztliche Personal einen Ganzkörperschutz. Ist es da ein Wunder, dass Patienten Angst bekommen, wenn schon die Ärzte sich verhalten, als wenn die Pest ausgebrochen wäre?

Was wäre, wenn man selbst oder eine Person in der Nähe von Corona betroffen wäre?

Unterstellen wir das Szenario, dass ich im Alter von über 60 Jahren mit der Blutgruppe A als Risikopatient ohne weitere Erkrankung deklariert und mich am Coronavirus durch einen Patienten anstecken würde.

Dann bekäme ich automatisch Angst, ich müsste bald sterben, da ich, wenn es mir nicht gut ginge, spätestens nach 5 Tagen, maximal nach 9 Tagen, stationär in die Klinik eingewiesen werden müsste.

Die Erfahrungen im Umgang mit Patienten mit Vorerkrankungen hat sicher anfangs Opfer gekostet, weil man nicht wusste, wie der Krankheitsmechanismus im Körper abläuft und mit welchen Medikamenten die oft tragische Entwicklung aufgehalten werden könnte. Es stellte sich schließlich heraus, dass eine maschinelle Beatmung, frühzeitig begonnen, nicht immer von Vorteil war. Da es keine genauen Zahlen gibt, kann man nur schätzen, dass 25% nur deshalb gestorben sind, weil die Komplikationen der Beatmung wie bakterielle Lungenentzündung oder die Medikamentennebenwirkungen auch ihren Anteil hatten.

Aus heutiger Sicht ist meine Angst wieder auf einem normal niedrigen Level angekommen und ich fühle mich sicher.


9. Unterschiedliche Überzeugungen und Realitäten

Glaube:
Sehr viele Einstellungen, Denkweisen und Handlungen folgen einem inneren Glauben.

Viele Menschen denken eher konservativ, haben ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis und sie haben etwas zu verlieren. Deswegen werden alleine nur Veränderungen zu einer ängstlichen Reaktion führen und wenn einschneidende Ereignisse passieren, hält man noch stärker an seiner zumindest vorsichtigen, im schlimmsten Fall angstbesetzten Meinung fest.

Deshalb können selbst vernünftige Argumente, wie man mit einer Sache umgehen sollte – hier also in der Corona Krise mit Lockdown oder der Maskenpflicht – kaum umgesetzt werden, da man nicht daran glaubt, dass eine andere Vorgehensweise gut sein könnte.

Dazu kommt der Glaube des Wissenschaftlers an seine über Jahrzehnte angelernte Denkweise. Ein Arzt wird immer so reagieren wie ein Arzt, ein Hygieniker immer so wie ein Fachmann für Seuchen und ein Politiker immer so, wie ein Mensch mit Macht und Einfluss. So erhält man zumindest 3 Möglichkeiten, wie einer solchen Krise gegenüber getreten werden sollte.

Nimmt man die Ausgangsposition der Chinesen, die sich zu allererst mit dieser Lawine von Krankheiten konfrontiert sahen, dann versteht man, dass sie eine harsche und autoritäre Gangart wählten.

Dagegen liefern Corona ignorante Präsidenten eine ungünstige Lösung. Aber auch diese Ignoranz beruht auf der Angst vor Veränderung, einer persönlichen Einstellung und eigenen Meinung gegenüber der Pandemie und bildet die Basis für einen ungezügelten Verbreitungsverlauf. Das mag vielleicht in einem besonderen Land mit guter Luft und wenigen Menschen funktionieren, aber nicht in New York, Belgien oder Mailand, wo die Luftverschmutzung immens ist und die Bevölkerung im Grunde viel angreifbarer und kränker ist.

Auch der politische oder religiöse Glaube führt zu unterschiedlichen Ausprägungen. Es dominieren Grundeinstellungen, die nicht nur progressiv oder konservativ oder mit Armut oder Reichtum zusammenhängen, sondern auch im Umgang mit der • Umwelt, mit der • Bildung, mit der • seelischen Gesundheit und einem • Gottvertrauen.

Hier spielen sowohl die Angst und der Mut, die Verantwortungsfähigkeit und die Macht sowie die Gefühle von Ohnmacht und Hoffnung eine große Rolle.

Deshalb ist es zu akzeptieren, dass es Menschen mit erhöhter Vorsicht und Menschen mit entspannter Lebensart gibt, die letztlich daran glauben dürfen, dass freiheitliche und verantwortungsvolle Grundeinstellungen eine gesunde Atmosphäre begünstigen.

Jede Form von Angst, Druck, Ungerechtigkeit und Ungleichgewicht wird eine Krise nur verschärfen. Deshalb kann uns der Glaube an Toleranz und Vernunft weiter bringen.

Und zu keinem Zeitpunkt muss man einer Meinung verharren, wenn neue Informationen und Entwicklungen auftreten, an die man sich anpassen muss.

Der japanische Weg:
Wer hätte das gedacht! Die Herren Lauterbach und Drosten befürworten sogar den japanischen Weg. Er besagt, dass man auch ohne Lockdown mit strikten Massnahmen gerade die verwundbaren (vulnerablen) und vielleicht auch die noch nicht erkannten kranken Personen schützt.
Es ist also auch möglich, gerade auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Hinweise, dass die Menschen wieder entspannter einkaufen und arbeiten können.

Damit wird ein Mittelweg beschritten zwischen völliger Lähmung und Angst und einer allzu freien Gangart, bei der mehr Menschen krank werden können.

 

10. Corona Anfang und Erfahrungen

Wie werde ich angesteckt?

In Wuhan ging es vom Fischmarkt aus. In dieser 11-Millionen-Metropole erkrankten sehr viele Menschen an einer besonders für alte und kranke Personen tödlich verlaufenden Krankheit.

Die nächsten „Epizentren“ waren lokale asiatische Ausbrüche, Kreuzfahrtschiffe und dann Norditalien. Nach dem chinesischen Neujahrsfest verbreitete sich die Krankheit durch reiselustige Chinesen auf verschiedene Regionen und Kontinente.
Unser erstes deutsches Corona Epizentrum in Bayern im Januar diesen Jahres konnte ziemlich schnell eingedämmt werden, aber dann folgten die Lawinen über Tirol und das Elsass. Karneval und Familienfeiern verstärkten die weitere Verbreitung.

Letztlich bestätigte sich, dass mehr Corona positive Abstriche auftraten, wenn größere Menschenmengen auf engem Raum zusammenkamen. Z.B. nachdem gefeiert wurde (Feste, religiöse Treffen), in Altersheimen, bei Arbeitern in der fleisch- und landwirtschaftlich verarbeitenden Produktion oder in Krankenhäusern.

Keinerlei Patienten wurden in Abfallwirtschaftshöfen angesteckt, in Geschäften oder in Zügen, Straßen-, S- oder U-Bahnen, Bussen oder Taxis. Selbst die dort beruflich Tätigen und ihre Familien blieben meist frei von der Corona Krankheit. Nicht auszuschließen ist natürlich die Weitergabe von Viren ohne Erkrankung, wie es für viele klassische Bakterien und Viren ebenfalls der Fall ist.

Aber wer wird krank? Wie viel Keime braucht ein bestimmte Person mit oder ohne entsprechende Vorerkrankungen.

Wenn ich anfällig bin, werde ich so oder so krank.
Wenn ich stabil bin, kann mir nahezu nichts etwas anhaben.

 

11. Impfungen

Pflichtimpfung gegen Masern und gegen Corona:
Bevor uns die Corona-Pandemie traf – wir wollen uns jetzt nicht vorstellen, dass man gar keinen Test gehabt hätte – wurden wir gezwungen, zu akzeptieren, dass Kinder und Erwachsene ab dem Jahrgang 1972 einen Nachweis über die Impfung gegen Masern oder über die Erkrankung (Bluttest) vorlegen.

Die Impfpflicht beruht auf dem Ziel der WHO (wer finanziert sie?), die Masernerkrankung auf der Welt genauso auszurotten wie es mit den Pocken und der Kinderlähmung geschehen ist.

Wie bei sehr vielen anderen Erkrankungen (z.B. Malaria, Tuberkulose, HIV, bakterielle Erkrankungen) existiert dabei ein großes Nord-Süd- und ein Arm-Reich-Gefälle.

Während ungefähr 110.000 Kinder auf der ganzen Welt an Masern sterben, kommt das in den sogenannten entwickelten, zivilisierten Ländern kaum mehr vor. In Deutschland stirbt alle 2–3 Jahre ein Mensch an Masern und niemand kann sagen, warum gerade diese Person stirbt. Man geht immer davon aus, dass alle Kinder und Erwachsene so gesund sind wie wir selbst bzw. dass in unserem Gesundheitssystem alle gleich behandelt werden.

Aber wir wissen, so ist es nicht.
Es gibt sehr viele arme Kinder, kranke Kinder, Kinder in bestimmten sozialen oder religiösen Gemeinschaften, die andere Voraussetzungen haben.

Außerdem sind wir Ärzte nicht unfehlbar. Fehler passieren auch in Krankenhäusern und speziell auf Intensivstationen treten akute Situationen auf, die man einfach nicht beherrschen kann. Also gibt es vermeidbare Todesfälle.

Wegen 1 Todesfall durch Masern alle 2–3 Jahre aber einen solch massiven Druck durch Pflichtimpfung auf die Bevölkerung aufzubauen, erscheint vollkommen überzogen und hat mit Vernunft nichts mehr zu tun.

Da gibt es andere Maßnahmen, die sicherlich mehr Kinder retten (Verkehr, Kindergärten, Ausbildung, Ernährung, soziale Bedingungen etc.) als der Masern Impfzwang.
Außerdem, wenn 95% der 83 Millionen Einwohner in Deutschland bereits einen Schutz vor Masern haben, können die verbleibenden 5%, also 4 Millionen Einwohner, ruhig umgeimpft bleiben. Da passiert nichts!

Im Vergleich der Sterbezahlen wäre es eher zu verstehen, wenn man die Influenza Impfung zwanghaft einsetzen würde, denn daran sterben bei uns pro Jahr zwischen 600 und 1.700 Personen.

Oder wenn man an Röteln und Windpocken denkt.

Daran stirbt eine Vielzahl von Kindern im Mutterleib oder werden mit Behinderung auf die Welt gebracht. Warum gibt es da keinen Impfzwang?

Dafür gibt es noch einige Beispiele mehr.

Durch die meisten Impfungen ist ein durchschnittlicher Impfschutz von nur 60% zu erreichen.
Das kann und wird bei einer Corona Impfung ähnlich sein.
Auch die jährliche Influenza Impfung bringt bei Kindern eine Immunantwort von 60-70%, aber bei alten Menschen eben nur um die 40%!

So gesehen ist ein Impferfolg unter Zwang nicht vernünftig.

Darüber hinaus müssen die Nebenwirkungen der Masern-Röteln-Mumps-Impfung in Betracht gezogen werden, da es sich hierbei um Lebendimpfstoffe handelt. Deshalb gibt es aber auch viel mehr Nebenwirkungen wie Fieber, Hautausschläge und Schmerzen, was aber sozusagen als „normal“ und nicht wesentlich deklariert wird. Eine Impfreaktion aber ist eine Immunreaktion, die bei der einen oder anderen Person Langzeitschäden verursachen kann. Das wird jedoch ignoriert, weil die Masse der Menschen eben keine Reaktionen hat oder sie einfach nicht meldet.

Bei Corona werden wir mit neuen Klassen an Impfstoffen konfrontiert, deren Effekt, Nebenwirkung oder Langzeitfolgen ebenso unterschiedlich sein werden, wie die Vielzahl der Impfstoffe. Entscheidend ist der Impferfolg, also wie viel Prozent der Geimpften einen vernünftigen Impftiter für eine vernünftig lange Zeit (mindestens 1 Jahr) haben wird. Dann werden diejenigen geimpft, die Angst vor der Erkrankung haben, die ein entsprechendes Alter und entsprechende Krankheiten aufweisen und letztlich auch diejenigen, die in engen Gemeinschaften leben und arbeiten.

Wenn es hier zu einer Impfpflicht käme, müsste man fragen, warum nicht auch andere Krankheiten geimpft werden sollten.

Konsequenterweise sollte dann aber auch hinterfragt werden, ob und wieviele Patienten durch die Behandlung mit Medikamenten erkranken oder sterben. Denn das kommt sicherlich häufiger vor als durch Impfungen. Die Impfung wäre dann die bessere Alternative.

 

12. Wirtschaftlicher Schaden durch die Corona Krise

Wenn man sieht, mit welcher Leichtigkeit die vielen Staaten Geld im Kampf gegen die Corono-Pandemie gedruckt oder „geliehen“ haben, dann weiß man, dass durch den Lockdown nicht nur Schaden entstanden ist, sondern dass auch gewonnen wurde.

Wie immer werden die einfachen Steuerzahler für einen großen Teil der Schulden aufkommen müssen bzw. die Wirtschaft wird es fertig bringen, unter bestimmten Umständen die Inflation anzuheizen, damit die Schuldenlast „automatisch“ verringert wird.

Insgesamt scheint es Gewinner und Verlierer zu geben. So, wie viele Menschen es schön fanden, wie leer die Autobahnen waren, dass weniger Fluglärm herrscht, dass weniger Verschwendung herrscht, gibt es Berufssparten, die durch Corona einen Verlust einfahren oder sogar vollkommen verschwinden. Homeoffice und Digitalisierung haben einen Aufschwung erlebt, Kunst, Messen und Events hingegen mussten einen massiven Einbruch hinnehmen, ähnlich dem Flug- und Schienenverkehr, der Automobilindustrie mit ihren Zulieferern und der Touristikbranche.

Die sozialen Effekte mit Vereinsamung der Alten und Kinder, mit Isolierung und Spaltung von Familien und Freunden, wie auch die Zunahme an Drogen, Alkohol und Gewalt in Familien stehen einer Beruhigung des angespannten Arbeits- und Freizeitverhaltens gegenüber.
Man fährt nicht mehr ins Ausland, sondern zieht das eigenen Land vor („Ich habe gar nicht gewusst, wie schön es bei uns ist!“). Der eigene Garten, das Anbauen von Gemüse und Obst und viele andere, im Alltagsstress vergessene Dinge, sind durch Corona in den Vordergrund gerückt.

Irgendwie richtete man sich neu ein, man verlor evtl. alte Freunde und gewann neue, erkannte, wie wertvoll ein Arbeitsplatz mit einer direkten Art der Kommunikation sein kann und schätzt es, sein Geld beisammen zu halten.

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