Corona Update 6.6.2020

 

Inhaltsangabe:

1. Was ist zu empfehlen?
2. Afrika
3. Corona und Influenza
4. Demo in München
5. Sterbefallzahlen
6. Unsinnigkeiten
7. Tabellen RKI, R-Werte, Worms, Städte- und Ländervergleich
8. Ansteckungsfähigkeit Kinder
9. Einstellung zu Angst und Tod
10. Corona liebt Fleisch

 

1. Was ist zu empfehlen, ganz realistisch:

Wenn man sich die gelegentlich übertriebenen Situationen in manchen Abfallwirtschaftshöfen, in den Schulen und in den Praxen vorstellt, wäre die Situation besser zu gestalten, wenn man sich an folgende, „normale“ Vorgehensweise hält:

I. Das Wichtigste ist: keine Hände geben und Abstand bei der Begrüßung. Ersteres gilt besonders für Ärzte und Pflegepersonal.
II. Mundschutz ist erforderlich beim Besuch in Krankenhäusern, Seniorenheimen und im Kontakt mit gesunden Personen über 80 Jahren und vorerkrankten Menschen über 65 Jahren.
III. Husten und Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch und indem man sich dabei abwendet.
IV. Abstand halten an Orten und in Situationen mit großem Menschenaufkommen.

Im Geschäft, an der Tankstelle, am Kiosk oder beim Sport ist das aus meiner Sicht nicht erforderlich.

In Arztpraxen ist die Situation unterschiedlich. Wer sich krank fühlt, sollte zunächst erst einmal in der Praxis anrufen, um weitere Verhaltensinstruktionen für das Wahren von Sicherheit für sich und die anderen zu erhalten.

Der Erkältungsfall bedingt klare Regeln.
Der Mundschutz ist so lange erforderlich, bis die Testung Klarheit geschaffen hat. Bis dahin sollte man sich zurückhalten, sich quasi in die schon geübte Quarantäne begeben. Dabei einfach ruhig und gelassen bleiben. Die Mitbewohner und Familienangehörigen sollten ebenfalls erhöhte Vorsicht walten lassen, aber nicht unbedingt Quarantäne einhalten, erst bei bestätigten Fällen.

 

2. Von Afrika hört man am 5.6.2020 immer noch nichts.
Das konnte man schon am 6.5.2020 in meinem letzten Update lesen.

Am 7.5.2020:

WHO befürchtet bis zu 190.000 Corona-Tote in Afrika.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine düstere Prognose zur Ausbreitung der Corona-Pandemie in Afrika veröffentlicht. Falls die Eindämmungsmaßnahmen nicht greifen, könnten im ersten Jahr der Pandemie 83.000 bis 190.000 Menschen in Afrika sterben, warnte das WHO-Regionalbüro in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo. Eine Modellrechnung komme zu dem Schluss, dass sich 29 Millionen bis 44 Millionen Menschen infizieren könnten. Derartig viele Corona-Infizierte könnten die Gesundheitssysteme in vielen Ländern dann nicht bewältigen.

Kennen wir das nicht, das mit den hohen Todeszahlen, diesen düsteren Wolken am Horizont?

Zum Thema liest man viel Besorgnis Erregendes über die USA, Brasilien, Russland und nun über Indien. Die massiven Zunahmen von Corona Infizierten sind im Grunde alle verständlich, da es sich hier meist um autoritäre Regimes handelt, die das Virus schlichtweg ignorieren oder das Ergreifen von Sicherheitsmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Krankheit nicht ernst nehmen.

 

3. Bevor ich mit den weiteren Fakten fortfahre, hier noch eine Anmerkung:

Einerseits gibt es eine lebensbedrohende Entwicklung mit der Infektion bei einzelnen Personen, auch mit Todesfolge, andererseits können die meisten Menschen und Betroffenen erkennen, dass für sie keine reale Gefahr besteht. Damit meine ich 95% aller positiv getesteten Personen, die nicht bedrohliche, wenige oder zum grössten Teil keine Symptome zeigen. Würde das Ganze wie eine Influenza gehandhabt, gäbe es höchstens die Impfpflicht wie für diese Erkrankung üblich. Ganz realistisch betrachtet, hat dieses Coronavirus Eigenschaften wie die Influenzaviren, aber eben mit einer besonderen Schlagkraft gegen vorerkrankte Betroffene und gegen mit Schadstoffen belastete Städter (Mailand, Paris, Madrid, London, NY oder die Chinesischen Metropolen). Ebenso werden wissentlich und unwissentlich immunschwache Menschen infiziert, die aus scheinbar völliger Gesundheit heraus durch das Virus sterben.

Es wird einen Zeitpunkt in der Zukunft geben – nach Jahren – wenn überhaupt, an dem wir auf relevante Erfahrungswerte zurückgreifen können.

Für meinen Bereich als Arzt glaube ich, dass ich die Lage gut genug eingeschätzt und im Griff habe. Sowohl Angst als auch Unterschätzung von Gefahren sind hier fehl am Platz. Das Maß der Dinge ist auch bei Corona zu beachten.

 

4. Demonstration in München am 16.5.2020

Das Erlebnis bei der Münchner Demo auf der Theresienwiese am Samstag, 16.5.2020, konnte keinen anderen Schluss zulassen, als dass die Polizei die Situation völlig unsinnig einstufen WOLLTE! Die friedliche Demonstration von in der großen Mehrheit vernünftiger Menschen verlief von 15 bis 16:30 Uhr völlig entspannt. Nur die Polizei mit 500 Einsatzkräften verhielt sich nervös und wurde von ihrem Weisungsbefugten ständig hin und her geschickt. Gut, das mag notwendig als Übung sein. Hier mal 4 Pferde, dort dann zusammen als 8er Gruppe, dann das Megafon-Fahrzeug vor dieser und dann vor jener Gruppe. Wir waren zwischen 2.500 und 3.000 Menschen am Rande der Wiese, während die 1.000 zugelassenen Demonstranten vor der Bühne in 2 Metern Abstand eingepfercht innerhalb von 2 Ringen aus Absperrgittern standen. Wir belustigten uns über dieses angstbesetzte Polizeiaufgebot bis die Lage plötzlich anders werden sollte. Wir wurden dann hinter das Absperrband gedrängt, das an der inneren Baumallee um die Theresienwiese angebracht wurde. Argument war immer, Abstand halten wegen der Infektionsschutzverordnung, weswegen es auch einige Anzeigen gab. Nun konnten wir gar nicht anders, als eng an eng zu stehen, was vorher auf dem 5 Meter breiten Grasstreifen noch in gebührendem Abstand möglich war.
Diese Aktion war nur eine Übung, im schlechtesten Fall eine Machtdemonstration gegenüber friedliebenden Menschen, die in die falsche Richtung ging.

Am Samstag, den 23.5.2020 ging die Polizei gegen den tatsächlich streitbaren Attila Hildmann vor. Er wurde ohne Grund daran gehindert, zu seiner Veranstaltung zu gehen. Mit 5 Mann wurde er zu Boden gebracht, dann abgeführt, später auf den Platz vor dem Kanzleramt abgesetzt, wo kaum Leute sein konnten, weil die Polizei alle Seitenstraßen und Zugangswege blockierte. Ein solches Eingreifen zeigt die Angst, die uns alle betrifft, sowohl uns Bürger als auch die Politiker. In den Versuchen der Bewältigung von Angst entstehen neue Szenarien, die wiederum neue Angst erzeugen.

Dass auch Politiker Fehler machen, sollte eingestanden werden können.
Dazu braucht es keine Demonstration von Macht. Transparenz und Offenheit ist das Wichtigste, um Vertrauen zu schaffen.

Echte Demokratie und Freiheit braucht keine Machtdemonstration.

 

5. Nun zur Angst vor dem Sterben:

Thema Übersterblichkeit:
Erstmals Sterbefallzahlen vom Statistisches Bundesamt (Destatis) 2020

Pressemitteilung Nr. 162 vom 8.5.2020
WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen liegen die Sterbefallzahlen in Deutschland seit der 13. Kalenderwoche (23. bis 29.3.2020) über dem Durchschnitt der jeweiligen Kalenderwochen der Jahre 2016 bis 2019. In der 13. Kalenderwoche sind mindestens 19.385 Menschen gestorben, in der 14. Kalenderwoche (30.3. bis 5.4.2020) mindestens 20.207 und in der 15. Kalenderwoche (6. bis 12.4.2020) mindestens 19.872. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war die Abweichung der Sterbefallzahlen nach oben in der 15. Kalenderwoche mit knapp 2.000 Fällen beziehungsweise 11% über dem vierjährigen Durchschnitt am größten. Im Vergleich zu den einzelnen Jahren liegen die Sterbefallzahlen dieser Woche in einer Spannweite von 18% über den Zahlen von 2017 und 4% über denen von 2018. Die aktuelle Entwicklung ist auffällig, weil die Sterbefallzahlen in dieser Jahreszeit aufgrund der ausklingenden Grippewelle üblicherweise von Woche zu Woche abnehmen. Dies deutet auf eine Übersterblichkeit im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie hin.

Bei WEB.DE ist am 16.5. zu lesen:
“Im europäischen Vergleich ist das Ausmaß der sogenannten Übersterblichkeit in Deutschland vergleichsweise gering", bilanzierten die Statistiker.
Italien berichtet laut Statistischem Bundesamt von einer um knapp 50% erhöhten Sterbefallzahl für den März im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Für den Ballungsraum Stockholm seien Anfang April sogar doppelt so hohe Sterbefallzahlen gemeldet worden, also 100%.
In Frankreich war die Zahl der Todesfälle zwischen dem 1.3.2020 und dem 4.5.2020 um 22% höher als im gleichen Zeitraum im Vorjahr und 14% höher als 2018, wie die Statistikbehörde mitteilte. Regional gab es den stärksten Anstieg im Großraum Paris – hier wurde ein Anstieg um 83% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet – gefolgt von der an Deutschland grenzenden Region Grand Est (plus 49%). Insgesamt registrierte Frankreich bis Freitagabend nach Behördenangaben 27.529 Todesfälle.

Pressemitteilung Nr. 203 vom 5.6.2020 – DESTATIS – zitiert:
Phase der zeitweisen Übersterblichkeit scheint beendet.
In der 12. Kalenderwoche (16. bis 22.3.2020) starben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 161 Personen, die zuvor laborbestätigt an COVID-19 erkrankt waren. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen in dieser Woche noch im Durchschnitt der vier Vorjahre. Von der 13. bis zur 18. Kalenderwoche (23.3. bis 3.5.2020) hatten sich dagegen erhöhte Sterbefallzahlen gezeigt. In der 15. Kalenderwoche (6. bis 12.4.2020) war die Abweichung mit 2.371 Fällen beziehungsweise 13% über dem vierjährigen Durchschnitt am größten. Auch die Zahl der COVID-19-Todesfälle erreichte mit 1.718 in dieser Woche ihren Höchststand. Für die 19. Kalenderwoche sind nun keine auffällig erhöhten Sterbefallzahlen mehr festzustellen.

Die Phase einer zeitweisen Übersterblichkeit scheint damit nach aktuellem Stand beendet.

Insgesamt gab es in den Kalenderwochen 12 bis 19 (16.3. bis 10.5.2020) 7.775 COVID-19-Todesfälle; diese gesamten Sterbefallzahlen, mindestens 7.755 Fälle, lagen über dem Durchschnitt. Das bedeutet, dass durchschnittlich pro Woche 1.100 Menschen mehr starben, pro Tag sind das 160 Personen mehr pro Tag also sonst, wobei pro Tag „normalerweise“ ungefähr 2.400 Menschen sterben. Durch COVID-19 sind das 6,6% mehr pro Tag!

Im europäischen Vergleich war das Ausmaß der sogenannten Übersterblichkeit in Deutschland eher gering. Das Statistische Amt Frankreichs beispielsweise weist für den Zeitraum vom 1.3. bis zum 20.4.2020 gegenüber 2019 eine um 27% erhöhte Sterblichkeit aus. Das nationale Statistische Amt Italiens (Istat) berichtet sogar von einer um 49% erhöhten Sterbefallzahl für den März 2020 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Die nationalen Statistischen Ämter Belgiens, Großbritanniens, der Niederlande, Österreichs, Portugals, Schwedens, der Schweiz und Spaniens stellten ebenso erhöhte Sterbefallzahlen fest. In vielen Ländern wurde der bisherige Höchststand bereits überschritten. In einigen Ländern werden mittlerweile wie in Deutschland keine erhöhten Sterbefallzahlen mehr beobachtet.

 

6. Unsinnigkeiten?

Die gibt es selbstverständlich besonders in Krisensituationen überall. Ob im Abfallwirtschaftshof mit Vorschriften, die unsinnig lange Auto-Warteschlangen hervorrufen, selbst bei einer ausgeklügelten Organisation des Kerngeschäftes, der Abfallverwertung.

Oder beim Brötchen holen, im Bau-, Tier-/oder Pflanzenmarkt. Bei einem herrscht unbedingte MASKENPFLICHT, beim anderen nicht.

Auch das Händeschütteln unter Politikern und Wirtschaftsführenden ist immer noch zu beobachten. Sie wissen, dass sie nicht ansteckend sind!?

 

7. Es folgt eine Tabelle mit RKI-Zahlen:

Datum Bestätigte Fälle – Zunahme Verstorbene – Zunahme Anteil Verstorbene
7.5.2020 166.091 +1.284 7.119 +123 4,3%, 87% sind über 70
9.5.2020 168.551 +1.251 7.369 +103 4,4%
16.5.2020 173.772 +620 7.881 +57 4,5%, 87% sind über 70
25.5.2020 178.570 +289 8.257 +10 4,6%
2.6.2020 182.028 +213 8.522 +11 4,7%
5.6.2020 183.271 +507 8.613 +32 4,7%

R-Werte:

Datum 7-Tage-Wert Tageswert
7.5.2020 - 0,71
9.5.2020 - 1,1
16.5.2020 0,89 0,88
25.5.2020 0,84 0,83
2.6.2020 0,88 0,89
4.6.2020 0,80 0,57
5.6.2020 0,83 0,68

Die heftigsten Ausbrüche der letzten 4 Wochen sind in Fleisch- und Wurstfabriken, in Altersheimen, bei Glaubensgemeinschaften, Familienfeiern und Migrantenheimen aufgetreten.

Zuwachs an Fällen in Worms und Rheinland-Pfalz im Vergleich zu Großstädten:

Worms:

14.5.2020
Noch immer Soziale Kontakte meiden.
Im Landkreis Alzey-Worms und in der Stadt Worms hat sich die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Personen in den vergangenen 24 Stunden um 7 Fälle auf 458 erhöht. 329 Bürgerinnen und Bürger sind wieder gesund. 168 aus dem Landkreis und 161 aus der Stadt Worms. Sie werden jedoch in der Statistik der positiven Fälle weiter mitgeführt. 9 Personen aus dem Landkreis und 4 Personen aus der Stadt Worms, die positiv getestet wurden, befinden sich in Krankenhäusern. Insgesamt sind aus Worms 7 Menschen und aus dem Landkreis Alzey-Worms 8 Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, verstorben.

5.6.2020
Noch immer Soziale Kontakte meiden
Im Landkreis Alzey-Worms und in der Stadt Worms hat sich die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Personen in den vergangenen 24 Stunden um 2 Fälle auf 487 erhöht. 450 Bürgerinnen und Bürger sind wieder gesund. 250 aus dem Landkreis und 200 aus der Stadt Worms. Sie werden jedoch in der Statistik der positiven Fälle weiter mitgeführt. 2 Personen aus dem Landkreis und 1 Person aus der Stadt Worms, die positiv getestet wurden, befinden sich in Krankenhäusern. Insgesamt sind aus Worms 7 Menschen und aus dem Landkreis Alzey-Worms 12 Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, verstorben.

Die Zuwachsrate lag im Mai 2020 in den Metropolen bei 20 bis 55 neuen Fällen pro 24 Stunden.

Fallentwicklung in Großstädten im Vergleich zu Rheinland-Pfalz:

  Hamburg Berlin Köln Rheinland-Pfalz München
Gesamtzahl 14.5.2020 4.973 6.393 2.407 6.406 6.583
Genesende 4.400 5.737 2.191 5.737 5.280
Todesfälle 209 177 97 212 203
Gesamtzahl 5.6.2020 5.111 6.964 2.494 6.761 6.932

 

8. Ansteckungsfähigkeit der Kinder

Wissenschaftlich erwiesen ist, dass Kinder unter 10 Jahren absolut weniger für die Ansteckung der SARS-CoV-2 Infektion verantwortlich sind (Deutsches Ärzteblatt Jg.117, Heft 19, 8.5.2020). Bis jetzt ist auch nur ein Kind an Covid-19 verstorben, wobei die genauen Umstände noch nicht aufgearbeitet wurden.
Insgesamt haben diese sozial sehr einschneidenden Maßnahmen kaum einen Sinn. Maximal wäre eine 11%ige Reduktion der Ansteckungsfähigkeit damit zu erreichen. Das muss ins Verhältnis zum Schaden und zum Aufwand gesetzt werden, zumal Kinder meist bei jungen Eltern leben und diese mit Coronaviren keine Problem haben.
Wenn man darauf verweist, dass die Großeltern „Opfer“ werden könnten, dann stellt sich die Frage, warum das bei der jährlich ablaufenden Influenza nicht annähernd so hart durchgeführt wird. Seit Jahrzehnten bekommen wir als Ärzte – gerade die, die sich nicht dagegen impfen lassen – gepredigt, wie unglaublich schlimm eine Influenza sei. Hier sind Kinder allerdings als Indexpatienten zu über 50% verantwortlich, also als Überträger des Virus im Gegensatz zu dem Coronavirus.

 

9. Einstellung zur Angst:

Wer Angst hat, muss sich ebenso verhalten. Das bedeutet aber nicht, dass sich alle Menschen nach diesem Prinzip verhalten müssen. Man hält einfach Abstand. Wer keine Angst hat, sollte respektieren, dass sich Menschen ängstigen, was besonders für ältere Personen zutrifft. Die Politik und die Polizei haben Angst, dass die Demonstrationen größer werden. Deshalb reagieren sie über und zeigen damit, dass es hier nicht nur um den Schutz von demokratischen Veranstaltungen geht, sondern auch um Angst und „Machterhalt“!

Einstellung zum Tod:

Am 14.5.2020 kam die offizielle Meldung von der Hamburger Rechtsmedizin, dass von 207 obduzierten Todesfällen nur ein Mensch definitiv an Covid-19 gestorben ist. Die anderen Patienten wiesen ein hohes Alter und schwere Vorerkrankungen auf. „Unsere Untersuchungsergebnisse zeigen, dass „Normalbürger“ in medizinischer Hinsicht keinerlei Angst oder Panik bezüglich COVID-19 haben müssen“, sagt Prof. Püschel.

In Altersheimen leben zumindest 25–40% demente Patienten, die alle Vorerkrankungen haben. Sie können keine realistische Angabe zu ihrer Befindlichkeit, ihren Ängsten und Wünschen von sich geben. Von außen betrachtet, werden die meisten Angehörigen, das Pflegeperson und die Ärzte feststellen, dass es für die einzelne Person ein eher unwürdiger Zustand ist. Falls sie sterben würden, wäre es meines Erachtens in den meisten Fällen kein unglückliches Ereignis, in vielen Fällen eine Erlösung und nur bei wenigen Patienten eine traurige Angelegenheit. Das trifft in abgeschwächter Form auch für die nicht-dementen Patienten zu. Viele, vielleicht die Hälfte, möchte im Grunde nicht weiter leben, so dass höchsten 30% sagen würden, sie haben Angst vor Corona und wollen keinesfalls daran sterben.
Von dieser Gruppe von Menschen (Stand 14.5.2020 RKI) sterben bei Infektion mit SARS-CoV-2 20% der Patienten.

 

10. Corona liebt Fleisch!

Beginn der Epidemie in China ist Fleisch, das mit Viren von Fledermäusen und anderen Tieren belastet war. Mit diesem Fleischkonsum ging das Virus auf die Menschen über. Gegenwärtig (Mai 2020) nimmt man nicht nur an, dass das Virus Bestandteile der HIV - RNA mitführt, sondern dass es nicht nur einen Ort als Quelle (Fischmarkt in Wuhan) hatte, sondern an mehreren Stellen in Südostasien.

Auch die frühen Seuchen des 17. bis 19. Jahrhunderts haben etwas mit den Slums der Großstädte (London, Paris, Berlin, Wien) und der Ernährung zu tun. (Jürgen Osterhammel S.260ff).

Nun war die chinesische Epidemie Folge dieses Virus-Übergangs von Tier auf Mensch von den Bedingungen einer 11 Millionen Stadt mit ihren traditionellen Ernährungsmethoden und der massiven Luftverschmutzung und unglaublichen Abwassermassen getragen. In Italien brach das Virus bei sehr vielen alten Menschen unter der Last der vielen angereisten Chinesen aus, wobei dann die Skigebiete der Alpen durch die infizierten und noch gesunden italienischen Skifahrer verseucht wurden. Von dort (Tirol, Ischgl für Deutsche) wurde es nach Österreich und Deutschland, aber auch bis nach Skandinavien und Island exportiert. Immer waren Feiern, Gelage und „engere körperliche Tätigkeit“ im Spiel. Das wurde dann weiter getragen, in dem auf Faschingspartys und privaten Festen feuchtfröhlich sicherlich auch eine Menge an Wurst und Fleisch konsumiert wurden.

Als Höhepunkt sind jetzt nach den Virusausbrüchen in Krankenhäusern und den Altersheimen auch die Fleischfabriken befallen. Hier zeigt sich eine sehr viel größere Menge an Infizierten als es sonst in Altersheimen und anderen „Institutionen“ der Fall war. Als Ursache wird die enge Unterbringung der meist osteuropäischen Arbeiter genannt. Allerdings waren die Osteuropäer weniger von der Coronakrise betroffen als die Deutschen oder Franzosen. Also auch hier die enge Verbindung zu Fleisch!

COVID-19-Lagebericht vom 28.5.2020
Eine Testung von ermittelten Kontaktpersonen auf SARS-CoV-2, die bisher aus Frankfurt und sieben benachbarten Stadt- und Landkreisen gemeldet waren, wurde vor Ort veranlasst. Die Ermittlungen zu den Umständen des Ausbruchs dauern noch an. Nach wie vor treten Ausbrüche in fleischverarbeitenden Betrieben in mehreren Bundesländern auf, die zum Teil zu Schließungen der Produktion geführt haben.

Nun ein kleiner Hammer:

In Wikipedia findet man bei Ebola-Virus-Epidemie folgenden Eintrag:

→ Hauptartikel: Übertragung des Ebolavirus
Der Erreger kommt in den Körperflüssigkeiten von Erkrankten vor, beispielsweise in Blut, Exkrementen, Speichel und Samenflüssigkeit.[110] Auch infizierte Tiere wie Fledermäuse und Flughunde (einschließlich des regional üblichen „Buschfleischs“) sind eine mögliche Infektionsquelle. Das Ebolavirus kann durch direkten Körperkontakt, Kontakt mit Körperflüssigkeiten (Blut, Kot, Erbrochenes) und über kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Es dringt über Schleimhäute und offene Wunden, wie Schnitt- und Stichverletzungen, in den Körper ein. Grundsätzlich lassen sich diese Infektionswege primär durch Desinfektion von Gegenständen und Verzicht auf „Buschfleisch“ zuverlässig ausschalten! Bisher ist die Infektiosität (Maß der Fähigkeit des Virus, zu infizieren) nicht geklärt, weder für Übertragungen von Tier zu Mensch, noch von Mensch zu Mensch.

Auch in Frankreich fand man eine hohe Zahl von Arbeitern in eine Fleischfabrik, die SARS-CoV-2 positiv getestet wurden. Publié le 28/05/2020
Plus de 80 clusters détectés en France

Paris, le jeudi 28 mai – Si la crainte d’une deuxième vague immédiate semble s’éloigner, la survenance de cluster un peu partout en France nous rappelle que le virus continue de circuler.

Tous les voyants sont au vert. Le nombre de contaminations prouvées par PCR ne cesse de diminuer (malgré une accélération de la campagne de dépistage), la proportion de tests Covid-19 positif est faible, les services de réanimation se vident lentement et les consultations pour suspicion de Covid-19 deviennent une denrée rare. Le spectre d’une deuxième vague immédiate s’éloigne de plus en plus de la France et de l’Europe.

Pourtant le coronavirus n’a pas disparu de notre pays et continue de circuler. Dans un rapport de Santé Publique France publié il y a une semaine, on comptait ainsi 46 clusters depuis le début du déconfinement le 11 mai dernier. Au total, on aurait détecté à ce jour 82 foyers infectieux dans toute la France. Pour rappel, un « cluster » (un « groupe » ou une « grappe » dans la langue de Pasteur) est signalé dès lors qu’au moins trois personnes travaillant ou vivant au même endroit ou ayant été en contact proche ont été testés positifs au Covid-19. Les Ephad et les hôpitaux particulièrement touchés Si l’on retrouve des foyers de contamination sur tout le territoire, les deux régions les plus touchés sont la Nouvelle-Aquitaine (33 clusters), région jusque-là relativement épargnée par l’épidémie et le Grand Est (23 clusters). Les clusters peuvent être de taille plus ou moins importante : dans un abattoir (= Schlachthof)du Loiret, 79 personnes ont été testés positifs.

Also?! Viren, vor allem die Gefährlichen, lieben Fleisch!!!

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Corona Update zum 6.5.2020

Von Afrika hört man weiterhin nichts.

Aber von Idlib im Nordosten Syriens. Es herrscht nun Waffenruhe, aber auch hier verbreitet sich das Corona Virus. Die medizinische Versorgung ist kaum gegeben. Andererseits wird behauptet, die Menschen beten in übervollen Moscheen. Draußen ist alles kaputtgebombt! Was soll uns das sagen?

Die Themen im Moment hier bei uns: Immunitätsausweis – Impfung – Lockerung.

Wegen der Ausgangssperre werden wir keinesfalls zu 60–70 % durchseucht werden können. Wo ist das schon möglich? Also müssen schnellstens die Impfungen her.

In den USA kam es 1976, während der Präsidentschaftswahlen mit Gerald Ford, zu einer schweren „Schweinegrippe“. Ein Impfstoff wurde schnell hergestellt und er wurde 40 Mio. Amerikanern injiziert. Während der Anwendung sind viele Menschen daran erkrankt oder auch verstorben. Die Schadensersatzklagen beliefen sich auf 3,5 Milliarden Dollar. Gerald Ford hat die Wahl verloren.

In Deutschland leben 83 Mio. Menschen. Darunter sind bald 170 000 positiv Getestete, vielleicht 2,2 Mio. davon sind Corona negativ gewesen. Rund 2,5 % der Menschen sind in unserem Land getestet worden (Quelle Statista, Stand 5. Mai 2020). Über 80 Mio. Menschen warten noch darauf. Rund 50 % der Menschen in Deutschland warten auf eine Impfung – Geteilte Gesellschaft.

Worms:
5.5.2020: 186 positiv getestete Fälle.
Endlich öffnet die Wirtschaft! Es wurde Zeit – für alle, wenn auch langsam, aber immerhin.

Extreme Meinungsunterschiede – Ängste schüren:

Markus Söder ist glücklich, dass wir alle so diszipliniert und geduldig waren, dennoch sagt Angela Merkel:
„Wir dürfen uns keine Sekunde in Sicherheit wiegen.“
„Die Situation, die wir gerade haben, ist trügerisch.“
Ergänzt durch das RKI:
„… könnte eine ungebremste Erkrankungswelle zu einer erheblichen Krankheitslast in Deutschland führen“.

Im Grunde erkennt man wieder die Angst gesteuerten Gegensätze:
Einerseits ist es in Deutschland für alle überraschend gut gelaufen (im Verhältnis zu Frankreich, England, Schweiz, Italien und Spanien). Aber bitte noch Geduld! Andererseits wird ein Bedrohungs-Szenarium für den Herbst vorhergesagt (Christian Drosten, Karl Lauterbach), bei dem es so schlimm wie 1918 werden könnte. Als ob niemand mehr wüsste, welche Bedingungen im letzten Jahr der schlimmsten kriegerischen Materialschlacht zugrunde lagen und welches globale Gesundheitssystem (z.B. Krankensäle) damals vorherrschte.

Verschwörungstheorien:

Eines ist klar bei solch unklaren Bedrohungen: Es muss einen Schuldigen geben. Nachzulesen sind 3 Stadien in der gesellschaftlichen Aufarbeitung und der Bewältigung einer Epidemie im Buch von Jean-Paul Sartre: Die Pest. Von den Chinesen über die Pharmaindustrie bis hin zum Militär und zu den Amerikanern, vom Mobilfunk bis zu den Freimaurern und vom Islam bis zu den Juden, da gibt es ein weites Feld von Anschuldigungen und Vermutungen. Vergleichbar ist das mit den Ursachen von Krebs, von Autoimmunerkrankungen, von Allergien, psychischen Störungen und anderen Krankheiten. Meist gibt es nicht EINE Ursache, sondern eine Mehrfachbelastung, ein multifaktorielles Geschehen, das durch den zeitlichen Verlauf auch noch verkompliziert wird.

Eine plausible Erklärung für die Pandemie ist eine Naturkonstante:

„Das Beständigste auf der Welt ist der Wechsel.“

Naturwandel in der Zeit: Auch Viren ändern sich ständig:

Mit dem Lauf der Menschheitsentwicklung, bei der es zu einem steilen Anstieg der globalen Bevölkerung und zu einer weiteren Flucht vom Land in die Stadt kam, entstanden in kurzer Zeit (innerhalb der letzten 20 Jahre) riesige Städte – weltweit. Die Lebensbedingungen empfinden wir verwöhnten Deutschen im Grunde als Zumutung. Die Japaner und die Amerikaner, die Menschen in London, Paris, Madrid und Rom, haben sich schon seit Jahrzehnten daran gewöhnt. Aber jetzt kam es zu einer Explosion von Megastädten.

Auch die massenhafte Anzahl von Ratten und Fledermäusen in den Abwasser- und U-Bahnsystemen sowie in Industrie- und Wohnblockruinen der Welt passen sich an. Jedes Tier, wie auch wir Menschen haben eine Unzahl von Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten in, an und um uns. Auch dieses Mini-Ökosystem passt sich an, die Luft zum Atmen verändert sich, die Nahrung, damit verändert sich die Darmflora und das, was ausgeschieden wird.

Da ist es natürlich kein Wunder, dass sich Viren ebenso verändern müssen. Es ist kein Zufall, sondern die Entwicklung aus einer Milliardenschar von Mikroben, sodass sich auch einmal ein „Heuschreckenschwarm“ von Viren mit zufällig veränderten Eigenschaften auf einen Monokultur-Acker, auf ein Rind (BSE-Epidemie) oder als HIV-, Ebola- oder nun Corona Virus auf die betreffende Population stürzt.

Dieses neue Virus ist nichts anderes als die sonstigen „neuen“ Viren, die den Weg von Enkelkindern aus der Kita zu den Großeltern finden. Diese werden dann allerdings so krank wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Nur stirbt selten ein alter Mensch an dieser Art von Schnupfenviren. Oder merken wir es nicht, weil diese kranken Alten nicht gezählt wurden? Wir werden es irgendwann wissen.

Trotzdem ist das SARS-CoV-2-Virus mit einer besonderen Eigenschaft ausgestattet. Das Virus geht im Bronchial- und Lungengewebe einen besonderen Weg und versperrt den Weg des Sauerstoffs in die Blutadern. Dabei versucht das Immunsystem, diese Entzündung abzuwehren.

Die meisten Menschen schaffen es, wenn sie noch genug Abwehrkräfte oder schon trainierte Abwehrzellen haben. Die ganz alten Menschen haben eben diese Kräfte nicht mehr, so dass durch deren Abwehrsystem nicht effektiv genug Viren getötet werden können. Auch dass der Abwehrkampf selbst eigene Organe angreift und schwächt, ist das Fatale an dieser Art des Corona Virus.

Deshalb müssen wir gerade diese Menschen schützen, wenn sie das möchten.

Aber es gibt sehr viele alte Menschen – vor allem in Heimen –, die sich wünschen, zum Herrn zu kommen.

Die Kardinalfrage: Wer darf sterben – Selbstbestimmtes Sterben:

Wir brauchen uns nicht aufregen, wenn es um die Frage geht, wer sterben darf, kann oder soll. Niemand soll sterben und die meisten Menschen wollen an sich nicht sterben, aber sie müssen. Es gehört zum Leben.

Nur, wenn alle ehrlich wären (es sind die wenigsten, weil sie zu wenig wissen, um ehrlich zu sein), dann wollten sie niemals in einem Heim leben. Kaum ein Mensch findet es dort schön, obwohl es so sein könnte. Sehr viele Alte sagen: „Hier sind ja nur alte Leute“ und fühlen sich selbst anders, als die, die sie sehen. Sehr viele alte Menschen möchten so nicht leben, finden es schrecklich und traurig. Wenn es aber ans Sterben geht, ziehen sich manche feige zurück und sagen: „Nein, ich habe Angst, jetzt bitte noch nicht.“ Andere betteln und bitten: „Bitte komm’, hol’ mich!“

Man sollte den Willen des Einzelnen respektieren. Wir leben in einer freien Gesellschaft, nicht in China, nicht in Polen, Ungarn oder Nord-Korea. Zwar werden wir auch ordentlich manipuliert, aber im Grunde haben wir noch eine Wahl. Auf diese Wahl legen wir großen Wert. Unsere Kultur hat sich dahingehend entwickelt, dass wir große Leistungen erbringen können. Weil wir frei sind, schaffen wir das aus uns selbst heraus in übergroßem Maße.

So möchten wir das mit der Freiheit auch am Ende des Lebens erleben.

Es gibt viele Formen, wenn es zu Ende geht. Der eine wählt den Suizid, der andere isst nichts mehr, der nächste landet in der Demenz und sehr viele andere finden Kraft und Mut, so weiter zu leben, bis es wirklich nicht mehr geht. Dann will man sterben dürfen. Und dies muss erlaubt sein, wenn das Leben eine schlimme Qual wird. Ein Kampf oder eine Qual kann das Leben ruhig sein. Der Mensch ist zäh und anpassungsfähig. Aber eine schlimme Qual vor dem sicheren Tod ist vermeidbar.

Also, wenn das todbringende Virus kommt, könnte man sterben. Wer dement ist, fragt sich dahingehend gar nichts mehr. Wer immer Angst vor dem Tod hatte, der hat sie jetzt voller Berechtigung. Deshalb müssen diejenigen geschützt werden. Die anderen sagen jedoch: Yes, I can! Wenn die Menschen wüssten, dass der Tod durch eine Lungenentzündung kein schlimmer Tod ist, könnten sie sich etwas entspannen.

Wer definiert lebenswertes Leben?

Lebensqualität kann jeder Mensch für sich selbst definieren. Wenn wir Ärzte mit Zeit und Einfühlungsvermögen mit den betroffenen Menschen reden können, helfen wir, eine richtige Entscheidung zu treffen. Jeder hat das Recht, seine Meinung zu ändern. Das sollte auf dem Weg zum Tod erlaubt sein. Manchmal pflastert ein Hin und Her sogar einen weichen Weg, den man leichter gehen kann. Dann ist das Sterben eine Erlösung.

Deshalb sehe ich das Auftauchen dieses Virus nicht als Bedrohung, sondern als Tatsache, der man individuell und angepasst begegnen kann.

Politik:

Es ist richtig, dass eine sehr differenzierte, diffizile und diverse Gesellschaft in einer solchen Krise geführt werden sollte. Es ist auch nötig, zeitlich angepasste Maßnahmen zu ergreifen, gerade, wenn NIEMAND weiß, wo der Weg entlang führt und wo das Ziel ist.

Falsch ist aber, dass zu dieser Verunsicherung, die selbst schon Angst genug erzeugt, noch weitere angstbesetzte Vorstellungen von Amtsträgern verbreitet werden. Die Vielfalt der Meinungen und die Freiheit der Meinungsäußerung sind ein hohes Gut. Aber es ist belastend für eine große gesellschaftliche Gruppe, nämlich für die Menschen, die schon nach einer geringen Menge an Informationen keinen „Durchblick“ mehr haben, richtige und falsche Informationen nicht einordnen können – und dann noch mehr Angst bekommen. Dabei geht das natürliche Gefühl für Lebenssituationen verloren und die Menschen reagieren panisch (Hamsterkäufe, Aggression gegenüber Fremdem und Anderem, keine Nerven mehr in der Enge der Familie etc.).

Die Politik hat die Aufgabe, sich auf die Mehrheit der Bevölkerung einzustellen, also auch auf deren Reaktionsweise. Deshalb müssen andere Minderheiten darunter „leiden“, denn sie wissen eher, was sie in dieser Situation tun sollten.

Grundsätzlich erfahren wir in solchen Krisen, dass die Menschen gerne andere Menschen kontrollieren. Neben der Angst ist das eine zweite schlimme Reaktionsart. Damit werden Menschen diskriminiert und denunziert, auch wenn sie recht haben. Die Leute, die immer alles sehr eng sehen und Angst haben, verfallen in die Rolle einer Polizei neben der Polizei, sozusagen eine Art Miliz hinter dem Vorhang der rechtschaffenden Bürger. Es wird mit den Anordnungen Recht gesprochen.
In der Nachbarschaft, aber selbst in den Familien kommt es zu Grabenkämpfen. Die einen fahren zu den Großeltern, während die Geschwister es vollkommen verbieten, aus Angst, die Großeltern könnten infiziert werden und sterben.

Deshalb ist es wichtig, dass das freiheitliche Grundprinzip immer wieder angemahnt wird, was unser Rechtssystem auch möglich macht.

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Corona Update zum 16.4.2020

Unsere Situation in der Praxis:

Noch immer sind keine neuen, positiv auf Corona Viren getesten Patienten, hinzu gekommen. Bisher wurden 3 Patienten getestet, 2 direkt in der Praxis und ein Patient, der vor 4 Wochen außerhalb der Praxis getestet wurde.

Unter meinen „alten“ Patienten gibt es bis heute keinen einzigen Corona posiiven Fall, weder bei unseren Patienten, die wir fast alle befragt haben, noch unter deren Angehörigen, Bekannten oder Nachbarn.

Dennoch werden weiterhin Geduld und Disziplin gefordert, obgleich das RKI nun von 24 Verdopplungstagen spricht. Die Maskenpflicht steht immer noch im Raum, obwohl die Bürger keine einfachen Masken zum Einmalgebrauch erhalten können. Selbst in der Praxis warten wir immer noch auf Nachschub.

Wissenswertes über das Corona-Virus:

Wissenschaftliche Arbeiten zu SARS-CoV-2 zeigen, dass es wie bei anderen Corona Viren vor allem für alte Menschen oder Menschen mit relevanten Begleiterkrankungen gefährlich sein kann. Die durch das neue Corona Virus hervorgerufene Atemwegserkrankung COVID-19 stellt nach MERS und SARS die dritte durch Coronaviren (CoV) ausgelöste Epidemie im 21. Jahrhundert dar. Das Virus trifft dabei auf eine völlig naive Population, was dazu führen kann, dass mehr Menschen infiziert werden und erkranken, als bei anderen bekannten Corona Viren, bei denen meist schon eine im Kindesalter erworbene Grundimmunität besteht.

Während bei jungen Menschen Infektionen meist symptomlos oder mild verlaufen, liegt das Risiko von schweren Krankheitsbildern vor allem bei Älteren und Personen mit Begleiterkrankungen vor. Die Sterberaten variieren in den einzelnen Ländern sehr stark. Als Gründe dafür werden neben umfangreichen Labortestungen v.a. regionale Unterschiede der Luftverschmutzung oder die Häufigkeit von Antibiotika-Resistenzen angeführt. Auffällig ist aber vor allem, dass in Ländern mit hohen Sterberaten deutlich mehr alte Menschen infiziert wurden, als in Ländern mit geringer Sterblichkeit.

Schwere Verläufe von COVID-19 zeigen Symptome einer beidseitigen Lungenentzündung, die eine Intubation zur Unterstützung der Atmung erfordern könnte. Ein wesentlicher Grund für diese fatale Entwicklung liegt in folgender „Fähigkeit“ dieses SARS-CoV-19: SARS-Corona Viren bilden bestimmte Eiweiße (Viroporin-Proteine), um Entzündungshormone (Inflammasome) im Gewebe - z.B. Lungengewebe - zu aktivieren und so die Verbreitung des Virus zu erleichtern. Die jüngste Entdeckung des ORF3a-Viroporins vertieft das Verständnis dafür, warum SARS-CoV bei der Infektion von Patienten so viel Schaden anrichten kann. Wie die E-Proteine aktiviert auch ORF3a das NLRP3-Inflammasom. ORF3a wird in infizierten Zellen HOCH exprimiert. Das heißt, es wird eine massenhafte Bildung von Viren im entsprechenden Gewebe des Körpers ausgelöst und aufrecht erhalten. Dieses Viroporin leitet Kalzium- oder Natriumionen in Zellmembranen und hat die einzigartige Fähigkeit, die Aktivierung von Entzündungseiweißen im Körper (NF-κB und Chemokine) zu induzieren. Diese Aktivität der ORF3a-Ionenkanäle ist letztlich verantwortlich für die Einleitung des Zelltodes.

So kann man verstehen, warum dieses neue Virus gerade im Lungengewebe derartige Schäden anrichten kann.

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Corona Update zum 10.4.2020

Welche Patienten sind gefährdet?

- Ältere oder morbide bzw. multimorbide Patienten.

- Patienten, die unter Bluthochdruck, Herzerkrankungen (auch Rhythmusstörungen) und Zuckerkrankheit leiden. - Menschen, die in Gebieten hoher Luftverschmutzung leben und Menschen, die an einer Lungenerkrankung wie Asthma und COPD leiden.

Was ist zu tun?

Auf jeden Fall – auch aus psychologischen Gründen – Mundschutz und Handschuhe anziehen. Im Altersheim sollten nach jedem Patienten die Handschuhe desinfiziert werden, dann erst den nächsten Patienten betreuen. Anfassen, abhören mit dem Stethoskop und Blutdruck messen nur dann, wenn es nötig ist. Danach auch die Geräte desinfizieren.

Dies sollte auch bei Hausbesuchen geschehen.

In der Praxis sollten, wo notwendig, doch die Patienten getrennt werden. Die Helferinnen steuern, bei welchem Patienten ein Hausbesuch erforderlich ist und wer in der Praxis in welches Zimmer kommt. Abstriche für Corona Tests werden in den Testzentren gemacht, wenn die Praxis nicht geöffnet ist.

Ab nächster Woche werden, entsprechend der Indikation, die Bluttests bei folgenden Patienten durchgeführt:
- Patienten, die Covid-19 positiv im Abstrich waren
- Angehörige oder Mitarbeiter von diesen, in erster Linie, wenn sie Symptome hatten
- Personal in der Praxis, in Seniorenheimen, in Krankenhäusern
- Sehr ängstliche Patienten, die Sicherheit benötigen.

9.4.2020:

In der Pressekonferenz in Nordrhein-Westfalen wurden die ersten Zwischenergebnisse einer Studie bekanntgegeben, die im besonders betroffenen Kreis Heinsberg durchgeführt wurde. Bei umfassenden Untersuchungen in der Gemeinde Gangelt wurde bei 15 Prozent der Bürger bereits eine Immunität festgestellt.

Laut Virologe Streeck liegt die Sterberate deutlich niedriger als bislang befürchtet. Die Wahrscheinlichkeit, an der Krankheit zu sterben, liege dort, bezogen auf die Gesamtzahl der Infizierten, bei 0,37 Prozent. Die in Deutschland derzeit von der amerikanischen Johns Hopkins University berechnete, entsprechende Rate betrage 1,98 Prozent.

Ein sehr gutes Glossar über alles, was Corona betrifft, also eine Beschreibung der Fremdworte und Fachbegriffe, findet sich bei deutschlandfunk.de: https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-glossar-die-wichtigsten-begriffe-zur-coronavirus.1939.de.html?drn:news_id=1119816

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Corona Update zum 3.4.2020

Nun ist die ganze Welt angesteckt!

Wir sind in der 4. Stufe angekommen:

1. Stufe: Zunächst hatte China dieses Problem mit dieser unglaublichen Epidemie im eigenen Land. Da lehnten wir uns noch zurück und wussten alles besser.

2. Stufe: Nun zeigte sich in Italien, wozu die Kommunikation mit kapitalistischen Kommunisten im eigenen, geschwächten Land führen kann und schließlich kamen die vielen europäischen Reisenden aus Ischgl und dem Grand Est mit dem italienischen Virus zurück.

3. Stufe: Die Amerikaner erleben nun, was es bedeutet, wenn man gelassen nach Osten und nach Westen schaut.

4. Stufe: Wir warten nun geduldig ab, was in Afrika passiert! Denn wir haben weltweit ein großes Problem mit der Lieferung von Schutzmasken.

Wir diskutieren über Masken, die die globale Welt nicht zur Verfügung stellen kann, verzweifeln, weil wir Angst haben, dass der Tod ungefragt in unsere Familien kommt und weil wir fürchten, dass unser Geld und unser Besitz verloren gehen könnten.

Aber, wir sind in Deutschland mit unserem medizinischen System sehr gut ausgestattet und können uns glücklich schätzen, dass die Bürger und die Arbeitgeber wirtschaftlich vom Staat soweit möglich unterstützt werden.

Fakt ist: Die Sicherheits-Maßnahmen ab dem 12.3.2020 waren richtig, sonst wäre es ganz besonders für alte Menschen schlimmer gekommen. Andererseits könnten wir mit weniger Vorsicht nun besser in der Lage sein, durch eine größerer Anzahl immunisierter Menschen schneller und besser in den Krankenhäusern und Pflegeheimen zu helfen. Die Wirtschaft könnte beruhigter wieder in die gewohnten Bahnen zurückgeführt werden.

Trotz aller Sicherheits-Maßnahmen stiegen die Zahlen in Deutschland und in Italien stark an:

Zeitpunkt Land Erkrankte Todesfälle Anstieg Erkrankte Anstieg Todesfälle
1.3.2020 Deutschland 57 0 Baseline Baseline
31.3.2020 Deutschland 62000 582 1100x 582x
9.4.2020 Deutschland 108202 2107 1898x 2107x
1.3.2020 Italien 1182 29 Baseline Baseline
31.3.2020 Italien 102000 11600 90x 400x
9.4.2020 Italien 139422 17996 124x 609x

Das bedeutet in Deutschland eine deutlichere Erhöhung der Fallzahlen positiv getesteter Patienten, während es in Italien nur eine im Verhältnis niedrigere Erhöhung seit dem 01.3.2020 gab. Bei den Todesfällen verstarb bis 31.3.2020 in Deutschland jeder 106. Erkrankte und in Italien jeder 9. Patient. Bis 9.4.2020 vervierfachte sich die Anzahl Verstorbener in Deutschland, während sich in Italien wegen des früheren Beginns „nur“ eine Verdopplung ergab.

Einschränkend muss gesagt werden, dass die Menge der Testungen im Allgemeinen nicht bekannt ist.

Die extremen Unterschiede, die wir noch nicht erklären können. Aber es gibt Vermutungen, die in nächster Zukunft bestätigt werden könnten.


Was haben die Maßnahmen also genutzt?

Wie kann es sein, dass sowohl der Leiter des RKI Wieler und der Gesundheitsminister am 3.04.2020 verlauten ließen, dass wir jetzt nach 3 Wochen massiver Maßnahmen und einem beispiellosen, selbst auferlegten Wirtschaftsabbruch erst am Anfang der Epidemie stünden?

Was wollen uns die Bundeskanzlerin, die Politiker und Wissenschaftler mit der Durchhalteparole sagen?

Wir sollen uns auf etwas einstimmen, was es so noch niemals gab, weltweit!

Niemand weiß im Moment, wie sich die Situation weiter entwickelt!

Wir können aber vermuten, dass die unterschiedlichen Beobachtungen und Entwicklungen in verschiedenen Ländern einfach mit den Ländern und Gesellschaften selbst zusammen hängen.

Warum z.B. haben wir die höchste Dichte an Intensivstationen?

Auch deshalb, weil wir im Gegensatz zu Holland oder England jeden alten Menschen bis zu allerletzt am Leben halten wollen und weil unser Gesundheitssystem mit seiner Art von „luxuriöser“ Krankenhausfinanzierung zwar zur Kürzung der Gelder bei Ärzten und Pflegepersonal geführt hat, dagegen aber entsprechende Ressourcen u.a. für Beatmungstherapien vorhanden sind. Ich glaube, das ist aber nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Unsere Systeme sind zu kompliziert und vielfältig, in Deutschland, Europa und der Welt.


Corona Fälle in unserer Praxis:

In unserer Praxis gab es weiterhin nur die 2 Fälle von vor 2 Wochen. Wir haben keine strengen Maßnahmen eingeführt, da wir die Patienten gut trennen können und vor allem die einzelnen Personen umsichtig Abstand halten und einzeln ohne Kontakt zu anderen Patienten behandelt werden.

Erst am 1.4. 2020 hörte ich erstmals von einem Bewohner in einem Seniorenheim, der von einer Pflegerin angesteckt wurde. Sie scheint die Quelle gewesen zu sein. Dieser Patient starb und viele Mitarbeiter und Bewohner wurden angesteckt. Das ist der Gau in einer solchen Institution! Ein weiterer, 2. Todesfall wurde am 4.4.2020 gemeldet.

Grundsätzlich haben die meisten Patienten, die getestet werden möchten, große Angst.

Das hat nichts mit Alter, Intelligenz, sozialem Status oder mit Kenntnissen zu tun.


Die Verbreitung von Angst:

Ausgesprochen schlimm ist die Angst, die alleine durch dauerhaftes und kopfloses „INFOTAINMENT“ über Fernsehen, Internet und Zeitungen verbreitet wird. Davon ausgenommen sind auch nicht ZDF und ARD!

Auch hier wird massiv Angst verbreitet, was nicht die Aufgabe von klugen Köpfen sein sollte.

Hunderttausende von Todesfällen wird es weder in Europa noch in den USA geben und die Influenzalüge ist jetzt aufgedeckt worden: Angeblich sollen jedes Jahr 20 000 Todesfälle durch Influenza zu beklagen sein.

Aber…
… das RKI schrieb, dass es offiziell 161 Todesfälle in dieser Grippesaison 2019/2020 gab bei bis zu maximal 2,3 Millionen Arztbesuchen und 11 000 Krankenhauseinweisungen. Bei der schweren Influenzaepidemie 2017/2018 zeigten sich folgende Zahlen: Rund 1 700 Todesfälle, 9 Millionen Arztbesuche und 29 000 Krankenhauseinweisungen. Letzteres bedeutet aber nicht, dass die Patienten tatsächlich „krankenhausreif“ sein mussten, sondern, dass der Arzt und die Angehörigen häufig „sicherheitshalber“ Patienten einweisen, auch weil man Angst hat, der Krankheitsverlauf könnte sich verschlechtern.

Katastrophal unterschiedlich sind natürlich die Erfahrungen, die Intensivpflegepersonal und -Ärzte einerseits und „informierte Laien“ andererseits machen.

Niemand sollte aber einer bestimmten Gruppe Vorwürfe machen, da bisher niemand Erfahrungen mit einer solchen Situation wie wir sie gerade erleben, machen konnte.


Gut ist:

Es ist günstig, dass es in Europa unterschiedliche Vorgehensweisen gibt, wobei der Kontrast

zwischen Italien und Schweden nicht größer sein kann.

Die meisten Menschen werden mit diesem Virus kein Problem bekommen.

Wir können froh sein, dass wir die Freiheit haben – auch durch die finanziellen Möglichkeiten – so zu handeln, wie es vernünftig ist. Aber angstbesetzte Reaktionen und Verordnungen sollten auf ihren Effekt jetzt überprüft und geändert werden.


Ausblick:

Aus meiner Sicht wird es wegen der erhöhten Testungen noch diese Woche (30.3.-5.4.2020) zu einer Steigerung der Fallzahlen und der Todesfälle kommen. Dann wird sich ein Gleichgewicht einstellen und wir können die nächsten Monate vor allem die älteren Menschen schützen. Währenddessen werden die Bluttests kommen und die Therapiemöglichkeiten zu einem festen Bestandteil werden, so dass auch dort besser mit schwerer erkrankten Patienten umgegangen werden kann.

Die Medien werden sich leider weiterhin anstrengen, auch jedes kleine Thema zum Anlass für Angst und Verzweiflung aufzubauschen!

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Sprechzeiten nach Vereinbarung:

Grundsätzlich vergeben wir Termine telefonisch unter 06241/58437 oder via Praxis-E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an folgenden Tagen und Uhrzeiten:

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag
von 8.00 Uhr – 16.00 Uhr


Darüber hinaus biete ich Telefonsprechstunden
montags und freitags
von 11.00 – 13.00 Uhr an.


Selbstverständlich können Sie mich auch über meine persönliche E-Mail Adresse
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren. In der Regel antworte ich sehr zeitnah. 


Zusätzlich ist Frau Bingenheimer
Ihre Ansprechpartnerin montags ...
von 8:30 – 17:00 Uhr

... und Frau Gramminger freitags
von 9:00 – 12:00 Uhr

Sie nehmen auch an diesen beiden Tagen Terminvereinbarungen auf und treten in dringenden Fällen mit mir in Kontakt.

Zusätzlich stehe ich Ihnen die ganze Woche über Telefon, E-Mail und WhatsApp zur Verfügung. E-Mail Kontaktaufnahme: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Termine bis auf akute Erkrankungsfälle bitte nach Vereinbarung!

Neue Praxisorganisation

Liebe Patienten,
bitte lesen Sie meine ausführlichen Informationen zur Umstellung unserer Praxisorganisation.

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