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Rauchentwöhnung

 

Aus der Sendung vom Mittwoch, 18.1. | 16.05 Uhr | SWR Fernsehen:

 

Vielen Rauchern fällt es schwer vom blauen Qualm abzulassen. Entzugssymptome und mangelnde Motivation sind die Ursachen. Viele Methoden werden angeboten. Was hilft wirklich?

Etwa 28 Prozent der deutschen Männer und 15 Prozent der deutschen Frauen sind Ex-Raucher. Sie haben es geschafft, sich die Nikotinsucht abzugewöhnen. Wie oft sie zuvor rückfällig wurden und ob sie es schaffen werden, ihr Leben lang abstinent zu bleiben – das sagen diese Zahlen der Deutschen Krebsgesellschaft nicht. Wie die Chancen am besten stehen, der Sucht zu entsagen, erklärt Dr. Hubertus Friederich von der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Tübingen, Sektion Suchtmedizin und Suchtforschung.
Die Zahl der Statistiken über das Rauchen ist beeindruckend. Aufgeschlüsselt nach Geschlecht, Alter und Bildungsstand kann jeder auf zig Homepages nachlesen, wie die Menschheit sich weltweit in Sachen Zigarettenkonsum verhält. Das große Interesse an Zahlen zu diesem Phänomen mag daher rühren, dass die Folgen des Rauchens derart verheerend sind. Denn – so sagt es eine Statistik der Deutschen Krebsgesellschaft – obwohl in Deutschland im europäischen Vergleich weniger Menschen rauchen (25 Prozent ab 15 Jahren im Vergleich zu 32 Prozent im EU-Durchschnitt), sterben selbst hierzulande je nach Statistik zwischen 110.000 und 140.000 Menschen jedes Jahr an den Folgen des Rauchens. Zum Vergleich: Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit kostet "nur" rund 70.000 Deutsche pro Jahr das Leben.

Erfolgreicher Ausstieg: Die Lebenserwartung steigt wieder

Hoffnung liegt jedoch auch in den Zahlen. Denn wer das Rauchen aufgibt, wird – und das ist statistisch belegt - belohnt: Während langjährige Raucher, die nicht aufhören, im Schnitt rund zehn Jahre früher sterben als Nichtraucher, steigert sich die Lebenserwartung mit jedem Jahr der Abstinenz wieder. Wer mit 30 Jahren aufhört, gewinnt statistisch gesehen die vollen zehn Jahre zurück. Doch selbst wer mit 50 oder 60 den Zigarettenkonsum beendet, hat eine höhere Lebenserwartung von sechs bzw. drei Jahren. Zusätzlich steigt die Lebensqualität. Denn Raucher erkranken früher und leider länger an Krankheiten (besonders: Lungenerkrankungen).

Nikotin-Ersatzpräparate erleichtern die Entwöhnung

Wer den Vorsatz fasst, das Rauchen aufzugeben, wird mit einer Vielzahl an Methoden und Medikamenten konfrontiert, die den Entzug erleichtern sollen. Akupunktur und Hypnose, Nikotinpflaster und -kaugummis, Verhaltenstherapien und zahlreiche Anleitungen in Form von Büchern zeigen die Spannweite der Ansätze. Doch welche sind sinnvoll, welche reine Geldmache? Den Einsatz von Nikotin-Ersatzpräparaten befürwortet Dr. Friederich im Prinzip. „Die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Aufhörversuch wird durch eine richtig angewendete medikamentöse Unterstützung mindestens verdoppelt“, sagt der Sucht-Mediziner. Auch wenn die Entzugssymptome nach dem Rauchstopp nicht lebensbedrohlich seien, zermürbten sie den Raucher und ließen ihn eher rückfällig werden. Durch Nikotin-Ersatzmittel könne der körperliche Faktor der Sucht bequemer minimiert werden.

Rückfallprophylaxe verspricht langfristigen Erfolg

Ausschließlich die körperlichen Symptome zu bekämpfen, ist nach den Erfahrung en des Arbeitskreises Raucherentwöhnung an der Uni Tübingen allerdings nicht ausreichend. Die größte Nachhaltigkeit (gemessen daran, ob der frühere Raucher nach einem Jahr noch abstinent ist) bescheinigt Dr. Friederich einer Kombination aus der Verwendung von Ersatzpräparaten und einer Verhaltenstherapie.
Solche Therapien zur Raucherentwöhnung gliedern sich in drei Phasen:
Während einer Selbstbeobachtungsphase soll der Raucher erkennen, in welchen Situationen und aus welchem Grund er zur Zigarette greift. Das hilft später dabei, diese Situation anders anzugehen. In der akuten Entgiftungsphase werden die Zigaretten am besten von einem auf den anderen Tag ganz weggelassen. Einen sinnvollen Ersatz für die Zigarette zu finden, ist oft notwendig und hilfreich Denn sich selbst für das Durchhaltevermögen zu belohnen, erleichtert die Umstellung auf das rauchfreie Leben. Zuletzt schließt sich eine Stabilisierungsphase an, in der es besonders um die Rückfallprophylaxe geht. Der neue Nicht-Raucher trainiert z.B. in Rollenspielen Verhaltensstrategien für kritische Situationen, in denen er früher zur Zigarette gegriffen hat oder zum Rauchen verführt wurde.

Hypnose und Akupunktur wirken allenfalls nur kurzfristig

Hypnose und Akupunktur schreibt Dr. Friederich zwar einen möglichen kurzfristigen Effekt zu. Jedoch sei die Rückfallgefahr bei diesen Verfahren hoch, weil die Raucher – im Gegensatz zur Verhaltenstherapie - nicht lernen, mit Versuchungen und Krisen umzugehen und ihr neues rauchfreies Leben positiv zu gestalten.

Experte im Studio:

Dr. Peter Germann
Allgemein- und Umweltmediziner

Quelle und Video:
http://www.swr.de/kaffee-oder-tee/besserleben/-/id=2244156/sdpgid=622327/nid=2244156/did=8995022/1uh07hw/index.html
Video: http://www.swr.de/kaffee-oder-tee/besserleben/-/id=2244156/did=9157264/pv=video/nid=2244156/866y9j/index.html

 

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